Bargeld im Ausland

Bankomatkarte defekt

Seite 1 von 1

KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 28.07.2016

Inhalt

"Früher konnte man im Ausland an jedem Bankschalter Bargeld beheben, jetzt gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Was mache ich eigentlich, wenn meine Bankomatkarte defekt wird?" - Leser fragen und unsere Experten antworten – hier Bernd Lausecker.

Bernd Lausecker (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Bernd Lausecker

Die einzige Möglichkeit ist, sich Geld von daheim schicken zu lassen. Spezialist für weltweite Bargeldtransfers ist der US-Finanzdienstleister Western Union. Dafür müssen Sie einen Angehörigen daheim kontaktieren, der das Geld an einem Standort von Western Union (meist Postamt oder Bank) einzahlt. Schon nach wenigen Minuten kann der Empfänger das Geld im Ausland in Empfang nehmen – wenn alles klappt. Es empfiehlt sich, vor Reiseantritt beim infrage kommenden Standort nachzufragen, ob der Service möglich ist und wie lange der Geldtransfer dauert. Der Empfänger muss sich jedenfalls ausweisen, Absender und Geldbetrag nennen können; in manchen Ländern muss aus Sicherheitsgründen eine Testfrage beantwortet werden.

Hohe Gebühren

Kritisiert wird an diesen Geldtransfers, dass Western Union recht hohe Gebühren einhebt und zudem einen für den Kunden ungünstigen Wechselkurs ansetzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich vor Reiseantritt Reiseschecks besorgen, die man fast überall einlösen kann. Allerdings stellen nicht mehr alle Banken (Bankfilialen) Reiseschecks aus. Auch hier gilt also: zeitgerecht informieren.


Hier finden Sie mehr unserer Tipps nonstop.

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo