KONSUMENT.AT - Edelmetalle - Kosten, Liquidität, Anteil am Portfolio

Edelmetalle

Geldanlage in der Krise

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veröffentlicht: 19.01.2015, aktualisiert: 09.01.2020

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Kosten

Gold & Co verursachen keine direkten Kosten. Allerdings sollte man sich über eine sichere Verwahrung Gedanken machen, denn nicht umsonst heißt es in einem bekannten Bonmot: „Ich spare in drei Metallen: Gold und Silber, um mein Vermögen zu vermehren, und Blei, um die ersten beiden zu verteidigen!“.

Zu empfehlen ist entweder die Hinterlegung in einem Banktresor (in Schließfächern sind oft nur Sparbücher des Instituts versichert!) oder die Anschaffung eines adäquaten Tresors für zu Hause. Die Kosten hierfür variieren je nach Größe und Sicherheitsklasse – dabei sollte man sich beim Haushaltsversicherer erkundigen, welche Typen Deckungsschutz genießen. Auch für die Verwahrung im Banktresor müssen Sie mit einer Gebühr rechnen.

Liquidität

Edelmetalle können jederzeit zu den Öffnungszeiten der Händler ge- und verkauft werden. Aus Renditegründen ist es allerdings nicht zu jeder Zeit vernünftig, sie wieder zu veräußern, da man bei niedrigen Preisen Verluste einfahren würde. Sie sollten daher unbedingt als Langfristinvestment gesehen werden, das man bei möglichst niedrigem Preis erwirbt und nur dann wieder abstößt, wenn es ordentlich an Wert zugelegt hat und sich andere attraktive Veranlagungsmöglichkeiten auftun.

Wer Gold und Silber als Notwährung sieht, sollte sich eher für kleinere Stückelungen entscheiden. Diese haben zwar den Nachteil des teureren Einkaufspreises, sind aber in finanzieller Schräglage oder allgemeinen Krisenzeiten leicht absetzbar oder gegen andere Waren eintauschbar. Allerdings muss man hier unterscheiden zwischen Sammlermünzen und sogenannten Bullionmünzen, wie etwa dem Wiener Philharmoniker. Darunter versteht man Münzen aus Feingold, die den höchsten Feinheitsgrad aufweisen und in der internationalen Einheit "Unze" gehandelt werden.

Auch Goldbarren sind bereits in kleinen Einheiten zu erstehen. (Gold-)Schmuck hingegen ist etwas für Kenner. Manchmal zeigt sich erst auf der Goldwaage, ob der Preis gerechtfertigt war oder ob sich unter der Deckschicht noch etwas anderes verbirgt. Außerdem ist im Kaufpreis oft ein Aufschlag für das Design einkalkuliert. Das ist Geschmacksache und muss sich bei einem späteren Verkauf nicht unbedingt als Preisvorteil erweisen.

Komplexität, Handhabung, Bequemlichkeit

Edelmetalle sind einfach zu kaufen und zu verkaufen, und auch die Aufbewahrung ist keine Hexerei, wenn man einen Tresor oder ein Schließfach bei einer Bank hat. Der größte Aufwand besteht zum einen darin, den günstigsten Händler zu finden. Zum anderen muss man sich für den Gold- oder Edelmetallmarkt interessieren und dessen Entwicklung laufend beobachten.

Anteil am Portfolio

Edelmetalle sollten nur als Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio dienen und höchstens 10 Prozent ausmachen.

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