KONSUMENT.AT - Investmentfonds - Besteuerung von Fonds

Investmentfonds

Gar nicht so schlecht

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KONSUMENT 9/2011 veröffentlicht: 17.08.2011

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Besteuerung von Fonds

Auf Fondsebene werden sämtliche ordentlichen Erträge (Zinsen, Dividenden) mit 25 Prozent Kapitalertragsteuer besteuert. Neu ist, dass in Zukunft auch alle sogenannten außerordentlichen Erträge (Kursgewinne aus Aktien, Aktienderivaten oder Anleihen) durch sukzessive Erhöhung der Bemessungsgrundlage bis zu 60 Prozent aller realisierten Kursgewinne bis 2014 mit 25 Prozent KESt belegt werden.

Bei Fonds, die nach dem 1. Jänner 2011 gekauft wurden, wird der Gewinn (Verkaufspreis minus Ankaufpreis) mit 25 % KESt beteuert. Diese Steuer wird folgendermaßen berechnet: Ausgangspunkt ist der Anschaffungswert, nämlich der Ankaufkurs plus ausschüttungsgleiche Erträgnisse (also der Wertzuwachs bei thesaurierenden Fonds) minus bezahlte Steuer auf ausschüttungsgleiche Erträgnisse minus steuerfreie Ausschüttungen. Von diesem Anschaffungswert wird der Verkaufserlös abgezogen und davon die Steuer berechnet. Dadurch soll eine Doppelbesteuerung (Kursgewinn der KAG und beim Verkauf) vermieden werden.

Weil die innerhalb des Fonds zu versteuernden Gewinne nur mit einer Bemessungsgrundlage von 60 % sofort zu versteuern sind, kann dies für den Anleger bei einer längeren Haltedauer zu einer Steuerstundung führen. Die gänzliche Steuer auf die Kursgewinne wird erst beim Verkauf der Fonds fällig.

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