KONSUMENT.AT - Schadstoffe in Damenschuhen - Test: Buffalo, Clarks, Marc O'Polo, Paul Green, Tommy Hilfiger, 5th Avenue ...

Schadstoffe in Damenschuhen

Gift im Schuh

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KONSUMENT 5/2014 veröffentlicht: 24.04.2014

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Wir haben 13 Paar Damenschuhe auf Schadstoffe (Azofarbstoffe und Chrom VI) getestet. Bei zwei Paaren wurden wir prompt fündig.

Diese Markenschuhe finden Sie in der Testtabelle:

  • 5th Avenue
  • Buffalo
  • Clarks
  • Gabor
  • Högl
  • Lasocki
  • Lazzarini
  • Marc O'Polo
  • Paul Green
  • Peter Kaiser
  • Pikolinos
  • Salamander
  • Tommy Hilfiger

Getestet wurde, ob die Schuhe abfärben (Obermaterial, Innenmaterial und Decksohle) und ob sie Schadstoffe enthalten (Azofarbstoffe, Chrom VI, PVC).


Die Temperaturen steigen und die Winter­schuhe werden wieder in Regalen oder im ­Keller zwischengelagert. Zeit, sich mit dem ­einen oder anderen Paar leichter Sommer­schuhe einzudecken. Das Angebot in den Geschäften ist breit gefächert, die Auswahl unter den vielen Modellen in verschiedenen Farben fällt schwer. Kaum Gedanken machen wir uns jedoch darüber, ob sommerliches Schuhwerk, in das man gerne auch mal barfuß schlüpft, frei von Schadstoffen ist.

Test: 13 Paar Marken-Damenschuhe

Wir haben für unseren Test 13 Paar Marken-Damenschuhe eingekauft. Bei allen sind Obermaterial, Futter und Decksohle aus Leder, die Absätze flach. Unter den Modellen finden sich u.a. Ballerinas, Slipper und Sandalen; günstige ebenso wie teurere Schuhe. Pro Paar zahlten wir zwischen 34,95 € (Lasocki, gekauft bei CCC) und 139,90 € (Peter Kaiser, gekauft bei Salamander). Im Labor ließen wir nach Schadstoffen (verbotenen ­Azofarbstoffen, Chrom VI und PVC) fahnden.

Verbotene Azofarbstoffe

Azofarbstoffe werden synthetisch erzeugt und weltweit zum Färben verschiedener Materia­lien wie Leder, Textilien, Stroh, Holz oder Papier verwendet. Bestimmte Azofarbstoffe können allerdings krebserregende Substanzen (Amine) freigeben.

REACH-Verordnung

Azofarbstoffe, die Amine in Konzentrationen von über 30 mg/kg in Fertigerzeugnissen oder Teilen davon freisetzen, dürfen laut sogenannter REACH-Verordnung der EU (REACH steht für Registration, Evalua­tion, Authorisation and Restriction of Chemicals) in Lederwaren und Textilien, die mit der Haut längere Zeit in Berührung kommen, nicht verwendet werden. Sie sind in diesen Kon­zentrationen beispiels­weise in Schuhen, Handschuhen, Uhrbändern, Handtaschen, Brief­taschen sowie in Kleidung, Bettwäsche und Handtüchern verboten.

Giftstoffe durch die Haut aufgenommen

In der REACH-Verordnung wird davon aus­gegangen, dass Azofarbstoffe in Leder und Textilien vom Hautschweiß aufgespalten werden und auf diese Weise entstehende giftige Amine durch die Haut aufgenommen werden können. Gefahr droht aber auch Kleinkindern, die gerne alles nur irgendwie Erreichbare in den Mund stecken und daran lutschen. Derzeit fallen insgesamt 22 Azofarbstoffe unter das Verbot.

 


 

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Kommentare

  • Abfärben innen
    von REDAKTION am 16.05.2014 um 15:18
    Färbt ein Schuh ab, kann es sich um einen Produktionsfehler bei der Ledererzeugung handeln, das Abfärben kann aber auch eine Folge starker Schweißbildung sein. Ein Umtauschrecht besteht grundsätzlich nicht. Einige Hersteller legen deshalb in den Schuhkarton auch einen entsprechenden Hinweis bei.
  • Abfärben innen
    von ursulahosp am 16.05.2014 um 14:28
    immer wieder ägerere ich mich über Schuhe, die innen abfärben und die Strümpfe ruinieren bzw. die Haut an den Füßen hässlich gelb, braun, schwarz färbt. Ich frage mich, ob das ein Grund ist, die Schuhe zurückzugeben/zu reklamieren.