Billa Äpfel

Wirrwarr bei der Kennzeichnung

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veröffentlicht: 06.06.2017

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Äpfel mit widersprüchlichen Herkunftsangaben.

 

Das steht drauf: Apfel Sorte Braeburn

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Wir haben schon oft über falsche Herkunftsangaben bei Obst und Gemüse in Supermärkten berichtet. Diesmal informierte uns eine KONSUMENT-Leserin über besonders verwirrende Angaben bei Billa.

Sie wollte steirisches Obst kaufen, nahm aus einer Kiste mit der Aufschrift "Da komm ich her – Frisches aus der Steiermark" einige Äpfel und legte sie auf die Waage. Als sie die entsprechende Taste drückte, wurde aber ein Etikett mit der Angabe "Herkunft: Italien" ausgedruckt.

Deutschland, Italien oder Österreich?

Sie fragte beim Filialleiter nach und es stellte sich heraus, dass auf der Kiste nicht nur „Frisches aus der Steiermark", sondern auch Italien stand. "Ebenso auf der Kiste daneben, auch angeblich Äpfel aus der Steiermark und bei Äpfeln aus Oberösterreich, die aber aus Deutschland stammten", schrieb uns die Kundin. Eine Woche später war es ähnlich: Äpfel der Sorte Braeburn mit "Da komm ich her"–Etikett aus der Steiermark zeigten beim Wiegen wieder Italien als Herkunftsland an.

Wir fragten bei Rewe nach. Dort erklärte man, wann in der Filiale Äpfel der Sorte Braeburn mit österreichischer Herkunft, wann mit deutscher Herkunft und wann mit italienischer Herkunft angeboten wurden. Die Filialen werden über alle Änderungen informiert.

Überprüfung versprochen

Um auch Einzelfälle von falscher Auszeichnung auszuschließen, werde man sich um eine Überprüfung dieses Bereichs in der betreffenden Filiale kümmern, teilte uns das Unternehmen mit. 
Wir haben schon so oft solche Erklärungen auf unsere Berichte über falsche Herkunftsangaben bei Obst und Gemüse in Supermärkten erhalten. Vielleicht mangelt es ganz einfach an wirklich umfassenden Personalschulungen?

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Kommentare

  • Nein, es mangelt
    von WOODSTOCK am 11.06.2017 um 12:06
    nicht an den wirklich umfassenden Schulungen, sondern AM MANGEL von Personal! Bitte Um Verständnis, aber hier merkt man eindeutig, dass niemand außerhalb der "Vertriebsstruktur" versteht, was sich hier hinter den Kulissen wirklich abspielt. Man presst eine, oder einen, Mitarbeiter in die Obst- u. Gemüseabteilung, der (oder die) bis zu 20 Meter(!) A L L E I N E diese Abteilung zu bedienen hat. Dazu gehört das Einräumen, Aussortieren der abgelaufenen, bzw. kaputten, Ware und nebenbei die neuen Preisauszeichnungen. Anstatt nur die Mitarbeiter zu treten, sollte einmal nachgeschaut werden, auf welchem "Level" die unseligen Konzerne arbeiten und sich nicht immer wieder "blöd" auszureden. PS.: Ein ehemaliger Mitarbeiter eines Lebensmittelkonzernes, der Bücher über die Machenschaften schreiben könnte.
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