Clever Toastbrot

Aus importierten Zutaten

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veröffentlicht: 11.04.2017

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Toastbrot, das mit der Kennzeichnung „hergestellt in Österreich“ wirbt, obwohl seine Zutaten großteils oder sogar komplett importiert werden. 

 

Das steht drauf: Clever Toastbrot

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Rewe bietet unter der Eigenmarke Clever auch Toastbrot an. Auf der Packung steht vor rot-weiß-rotem Hintergrund „hergestellt in Österreich“. Laut Zutatenliste besteht das Toastbrot zu 66 % aus Weizenmehl, aus Weizensauerteig (Weizenmehl, Wasser), Wasser, Hefe, Speisesalz, Rapsöl, Zucker, Gerstenmalzmehl und enthält als Säureregulator Natriumacetate.

„Woher stammen das Weizenmehl, der Sauerteig und das Gerstenmalzmehl beim Clever Toastbrot?“, wollte eine KONSUMENT-Leserin von uns wissen.

Zutaten aus Deutschland

Wir fragten bei Rewe nach. Der Hersteller des Toastbrots sei in West-Österreich, erklärte das Unternehmen. Maßgebliche Kriterien für die Beschaffung der Rohstoffe seien Qualität und kurze Transportwege. Daher würden die Hauptrohstoffe (z.B. das Mehl und der daraus hergestellte Sauerteig) vorwiegend aus Deutschland stammen. Das Gerstenmalzmehl – ein mengenmäßig kleiner Bestandteil des Backmittels – könne aus Deutschland oder bei mangelnder Verfügbarkeit aus anderen Ländern Europas kommen.

Im Klartext: In diesem Brot sind nur wenige bis gar keine österreichischen Zutaten verarbeitet. Es spricht absolut nichts dagegen, bei der Rohstoffbeschaffung auf möglichst kurze Transportwege zu achten. Aber Produkte, deren Zutaten nicht komplett aus Österreich stammen, sollten nicht mit „hergestellt in Österreich“ beworben werden.
 

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Kommentare

  • Hergestellt in Österreich bzw. Made in Austria
    von gerhard56 am 17.04.2017 um 15:36
    Diese Floskel bedeutet mitnichten, dass die Vorprodukte aus Österreich stammen, theoretisch können sogar 100% der Vorprodukte (Rohstoffe) aus aller Welt stammen und trotzdem kann am Endprodukt Hergestellt in Österreich bzw. Made in Austria stehen. Gesetzlich ist nur vorgeschrieben, dass der größte Teil der Wertschöpfung in Österreich erfolgt sein muss, d.h. das Backen und Verpacken etc., was bei unseren Löhnen ja leicht zu erreichen ist. Diese Vorgaben sind durch die EU vorgegeben, zu Gunsten der Industrie und zum Schaden für den Konsumenten.
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