Gusto Pufuleti

Verwirrend deklariert

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veröffentlicht: 09.05.2017

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine Packung Knabbergebäck mit widersprüchlichen Angaben zu Füllmenge.

 

Das steht drauf: Gusto Pufuleti

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Gusto Pufuleti werden in einer durchsichtigen Kunststoffpackung angeboten. Vorne auf dem Beutel steht gut sicht- und lesbar 85 g e (e = Füllmenge). Im Kleingedruckten auf der Packungsrückseite wartet aber eine Überraschung: Hier sind als Portionsgröße für das Knabbergebäck 30 g angegeben. Und gleich unterhalb der Nährwerttabelle steht, dass eine Packung ca. drei Portionen Maismehlflips enthält. Nur dumm, dass 3 x 30 g nicht 85 g, sondern 90 g ergeben.

Ärger über die Portionsangabe

30 g Pufuleti entsprechen ungefähr einer Handvoll Knabbergebäck. Abgesehen davon, dass das eine unrealistisch kleine Portion ist, sind in der Packung also gar keine drei Portionen Pufuleti drin!  Diese Ungereimtheit fiel auch einer Kundin auf. Sie schrieb uns: „Hallo! Ich musste mich über die tolle Portionsangabe bei den Pufuleti ärgern. 30 g werden als 1 Portion angegeben, in der Packung sind aber 85 g enthalten. Ich würde mir schon erwarten, dass sich in einer Packung dann 2 oder 3 Portionen befinden, also ganze Portionen, und nicht 2 3/4. Was denken sich die Hersteller dabei? … Wenn schon Portionsangaben gemacht werden, dann sollten die sich auch als ein ganzes Vielfaches in dem Sackerl befinden.“ 
Das finden wir auch.

Häufig unrealistisch kleine Portionen angeführt

Portionsangaben ergänzen üblicherweise die Nährwertkennzeichnung. Seit Dezember 2016 sind bei verpackten Lebensmitteln Nährwertangaben pro 100 g Produkt Pflicht. Zusätzlich können Hersteller auf freiwilliger Basis die Nährstoffmengen pro Portion angeben. Dann muss aber auch die zugrunde gelegte Portionsgröße – z.B. 30 g – und die Anzahl der in der Packung enthaltenen Portionen angeführt werden. Die Portionsgrößen werden von den Herstellern selbst festgelegt und sind häufig unrealistisch klein. Auf diese Weise werden Produkte „schlankgerechnet“.
 

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