KONSUMENT.AT - Iglo Wildlachs - Woher kommt der Iglo Wildlachs wirklich?

Iglo Wildlachs

Woher stammt der Fisch?

Seite 1 von 2

Nächsten Inhalt anzeigen
veröffentlicht: 14.04.2020

Inhalt

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Wildlachs von Iglo mit unklarer Herkunftsangabe.

 

Das steht drauf: Iglo Wildlachs

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Bei uns langten etliche Beschwerden über die Produktdeklaration – genauer: die Herkunftsangabe - von Iglo Wildlachs ein.

Die Fischfilets werden in einem Karton angeboten. Auf diesem sind u.a. zwei Fanggebiete (Nordwest-Pazifik, Nordost-Pazifik, beide mit Herkunftscode) und ein QR-Code zur Herkunftsbestimmung angegeben. Laut ebenfalls auf dem Karton aufgedruckten Identitätszeichen wurde das Produkt zuletzt in Frankreich bearbeitet bzw. verpackt. Die Fischfilets sind zusätzlich in eine Kunststofffolie eingeschweißt. Auf der Folie ist wiederum „China“ aufgedruckt, was naturgemäß erst nach dem Öffnen des Kartons zu sehen ist.

Verwirrende Angaben zu Fanggebiet

Für den Konsumenten, der uns zuletzt wegen dieses Produkts kontaktierte, war das verwirrend: Stammte der Fisch nun aus dem Pazifik, aus China oder aus Frankreich? Und aus welchem der beiden Fanggebiete war er her?

Wir fragten bei Iglo nach: Das Unternehmen erklärte uns, dass neben dem Mindesthaltbarkeitsdatum ein Herkunftscode aufgedruckt sei. Dieser gebe an, aus welchem Fanggebiet der Fisch in der Packung stammt. Nur dumm, dass diese Information nicht auf der Packung steht. Ohne sie kann wohl nur geraten werden, welches Fanggebiet denn nun das „richtige“ ist.

"Fisch-Herkunfts-Tracker"

Die Angabe des Fanggebietes ist bei Meeresfisch Pflicht. Diese Vorgabe ist bei Iglo Wildlachs rechtlich erfüllt. Zusätzlich macht Iglo freiwillig noch genauere Herkunftsangaben - u.a. über den QR-Code. Das ist grundsätzlich positiv. Bei einigen KonsumentInnen sorgte dieser QR-Code allerdings für Ärger, weil er bei ihnen nicht funktionierte.

Darüber hinaus hat Iglo online einen „Fisch-Herkunfts-Tracker“ eingerichtet. Mit dem auf dem Karton angeführten Herkunfts-Code können über die Iglo-Website zusätzliche Informationen zur Fischart und zur Herkunft abgerufen werden. Für interessierte KonsumentInnen ist das natürlich fein.

Wichtig: unmissverständliche Angaben 

Unserer Ansicht nach sollte allerdings bereits auf der Produktpackung eine klare und unmissverständliche Herkunftskennzeichnung vorhanden sein. Und dass der Fisch in China portioniert und vakuumiert wurde, sollte ebenfalls auf der Packung stehen und nicht (so wie jetzt) erst auf Nachfrage zu erfahren sein. 

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
2 Stimmen
Weiterlesen