KONSUMENT.AT - Kelly’s Pom-Bär - Wenig Produkt, gesalzener Preis

Kelly’s Pom-Bär

Halb leer

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veröffentlicht: 16.04.2020

Inhalt

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine halb leere Packung Pom-Bär.

 

Das steht drauf:  Kelly’s Pom-Bär

Gekauft bei: : in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Über Kelly’s Pom-Bär haben sich schon mehrere Konsumenten bei uns beschwert. Die Packung rangiert für sie unter Mogelpackung, weil der Beutel lediglich bis zur Hälfte mit Knabberei gefüllt ist.

Wenig Knabberei ...

Kelly’s Pom-Bär wird in einem Beutel mit Luftpolster verkauft. Bei solchen Packungen lässt sich von außen kaum abschätzen, wie viel Produkt sie enthalten. Wie wenig Knabberei im Beutel drin ist, erkennt man daher erst nach dem Öffnen.

... und nicht gerade günstig

Auch der Preis ist gesalzen. Pom-Bär kostet umgerechnet auf ein Kilo 26 €. Um diesen Preis würde man bereits zwei Kilo Kelly’s-Chips bekommen. Auch Bio-Chips von anderen Herstellern kosten weniger als Pom-Bär.

Kelly argumentiert mit Schutz des knusprigen Inhalts

Und was sagt Kelly zur übergroßen Pom-Bär-Packung? Durch das Abpacken mit Luftpolster stelle man sicher, dass die Produkte frisch bleiben und der knusprige Inhalt vor Bruch geschützt wird, damit die Konsumenten nicht nur Brösel in der Packung vorfinden, teilte uns das Unternehmen mit.

Wir meinen aber: So viel Luft im Beutel muss nicht sein. Andere Hersteller schaffen es nämlich durchaus, Produkte mit weit weniger Luft in der Packung unbeschädigt in den Handel und zum Kunden zu bringen.

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Kommentare

  • Re: Mogelpackungen
    von Mnemosyne am 28.04.2020 um 11:45
    Alleine 294 Artikel zu Mogelpackungen, das spricht für sich.

    Hier wäre die Politik gefragt. Es geht nicht nur um die Reduktion von Verpackungsmüll. Viele Hersteller, zum Beispiel eine bekannte Schokoladenmarke, sind schon vor Jahren von Papier- und Alufolienverpackung auf Plastik umgestiegen, ohne Vorteil für den Kunden und mit Einbußen bei der Nachhaltigkeit.

    In Frankreich gibt es Strafen auf geplante Obszoleszenz-Praktiken. Nichts ist undenkbar und deshalb sollte auch unsere heimische Politik in Erwägung ziehen, Verpackungen zu regulieren und unnötig vergrößerte Sorten nur mit strengen Auflagen und der Forderung nach klarer Begrüdung zuzulassen. In Fällen, wo dies nur dem Vortäuschen von mehr Inhalt dient, sollte rigoros gestraft werden.
  • Mogelpackungen
    von REDAKTION am 21.04.2020 um 11:02

    an User reader2020:
    Wir haben aus Ihrem Kommentar unten zwei Wörter entfernt. Sie und wir wären rechtlich angreifbar gewesen. Inhaltlich geben wir Ihnen Recht: Das Vortäuschen von mehr Inhalt durch größere Packungen ist eine Dauerkrankheit. Solange aber die Hersteller das Gewicht korrekt angeben, können wir nicht viel machen - außer informieren. Wir haben zum Schlagwort "Mogelpackung" derzeit 294 Artikel. https://www.konsument.at/mogelpackung

    Lesen Sie auch:
    https://www.konsument.at/lebensmittel-konsum-ente032020 />https://www.konsument.at/essen-trinken/lebensmittel-checks-2018-dreiste-schmaehs />

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Zu mdgb
    von Mnemosyne am 20.04.2020 um 21:05

    Das ist nicht das einzige Problem. Es liegt auf der Hand, dass hier übertrieben viel freies Volumen übrig bliebt, auch wenn Chipshersteller damit argumentieren, es würde Bruch verhindern. Wo aber besteht der Sinn dahinter, einfaches Poridge in halbvoller Luftpackung anzubieten? ("Zurück zum Ursprung - Porridge Hafermahlzeit Basis mit Waldviertler Hafer" bei Hofer erhältlich).

    Oder, Babybell Käsebällchen, die ohnehin in Wachs verpackt sind, oder Despar Cantuccini Kekse.

    https://www.konsument.at/lebensmittel-check/despar-premium-cantuccini-toscani-igp-alle-mandorle

    Die Ausrede, es würde das Produkt schützen, ist eine glatte (..., Wort aus rechtlichen Gründen entfernt, die Redaktion). Es geht um die Vortäuschung von mehr Inhalt, als geboten wird.

    Das, in Verbindung mit schleichender Verringerung des Packungsinhalts bei gleichem Preis, ist glatter (..., Wort aus rechtlichen Gründen entfernt, die Redaktion).

  • Aber solange nach Gewicht verkauft wird, und das Gewicht mit den Angaben übereinstimmt, kein Problem, oder?
    von mdgb am 17.04.2020 um 11:22
    Viele Produkte werden in Packungsgrößen verkauft, die nicht die Fülle entsprechend. Im Supermarkt wäre es daher sinnvoll die pro Kg/Preise auch anzuschauen.