KONSUMENT.AT - Ölz Dinkeltoast - Auch Weizen enthalten

Ölz Dinkeltoast

Mit Weizen

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veröffentlicht: 07.03.2019

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein Dinkeltoast von Ölz, der erstaunlicherweise auch Weizen enthält. 

Das steht drauf: Ölz Dinkeltoast

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Von Meisterbäcker Ölz gibt es verschiedene Toastsorten, so auch einen Dinkeltoast. "Mit 23 % Dinkelvollkornmehl" heißt es vorne auf der Packung, auf der auch einige Dinkelhalme abgebildet sind.

Auch Weizensauerteig enthalten

Eine Kundin wollte genauer wissen, woraus der Dinkeltoast besteht, und las die Packungsaufschrift von Anfang bis Ende. Im Kleingedruckten entdeckte sie als Zutat Weizensauerteig (und somit auch Weizenmehl). "Bei einem Dinkeltoast erwarte ich mir nur Dinkel im Produkt", meinte sie, als sie uns auf das Produkt hinwies.

Laut Zutatenliste setzt sich Ölz Dinkeltoast aus 35 % Dinkelmehl, 23 % Dinkelvollkornmehl, Wasser, Weizensauerteig (Weizenmehl, Wasser), Rapsöl, Hefe und noch einigen weiteren Zutaten zusammen.

Wenig Unterschiede beim Nährstoffgehalt

Dinkel wurde bereits vor 10.000 Jahren in Kleinasien angebaut und war bei uns noch um 1900 weit verbreitet. Dinkel und Weizen sind eng verwandt. Doch Weizen ist wesentlich ertragreicher und verdrängte daher den Dinkel.

Im Nährstoffgehalt unterscheiden sich Dinkel und Weizen nur wenig voneinander. Dinkel enthält etwas mehr Eiweiß, Magnesium, Zink und Eisen. Und in Dinkel stecken zum Teil auch andere Klebereiweiße als in Weizen, doch das macht ihn bei Gluten-Unverträglichkeit trotzdem nicht besser bekömmlich.

Beim Nährstoffgehalt ist der Ausmahlungsgrad des Getreides entscheidender als die Getreideart. Zur Herstellung von Weißmehl werden vom Getreidekorn Randschichten und Keimling entfernt. Gerade die Randschichten sind aber reich an Ballaststoffen und einigen Vitaminen, der Keimling enthält geringe Mengen an Öl und fettlösliche Vitamine.

Für die Herstellung von Vollkornmehl werden die Getreidekörner inklusive Keimling und Randschichten verarbeitet. Es enthält daher mehr Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe als Weißmehl.

Deutlicher kennzeichnen!

Laut dem Österreichischen Lebensmittelbuch müssen bei Dinkelbrot mindestens 60 Prozent der im Brot eingesetzten Getreideerzeugnisse aus Dinkel bestehen. Laut Ölz Meisterbäcker beträgt der Dinkelanteil in seinem Dinkeltoast 90 Prozent. Die Herstellung eines eigenen Dinkelsauerteigs sei momentan aus produktionstechnischen Gründen nicht möglich, heißt es noch in der Stellungnahme des Unternehmens.

Unserer Ansicht nach sollte Meisterbäcker Ölz schon auf der Packungsvorderseite deutlich darauf hinweisen, dass der Dinkeltoast auch Weizen enthält.

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