KONSUMENT.AT - Spar Feine Küche 2 Faschierte Laibchen - Verpackung zu groß bemessen

Spar Feine Küche 2 Faschierte Laibchen

Mehr Luft als Laibchen

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veröffentlicht: 26.11.2020

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: eine Packung Faschierte Laibchen von Spar Feine Küche, die nicht einmal halb voll ist.

Das steht drauf: Spar Feine Küche 2 Faschierte Laibchen

Gekauft bei: Interspar

Das ist das Problem

Soll auf die Schnelle ein Essen auf den Tisch kommen, sind Fertiggerichte praktisch. Spar bietet in der Produktlinie Spar Feine Küche faschierte Laibchen an. Einfach die Packung aufmachen, die Laibchen erhitzen und schon kann gegessen werden. Schneller geht’s nicht, dachte ein Kunde und kaufte eine Packung.

Doch als er sie zu Hause geöffnet hatte, machte sich Ernüchterung breit. Im Karton steckte eine Plastiktasse mit zwei Laibchen. Diese nahmen aber nur rund ein Drittel des Platzes in der Tasse ein, der Rest der Packung blieb leer. Der Kunde meldete uns das Produkt: „Die Verpackung ist eine Mogelpackung erster Güte. Da würden 6 Stück reinpassen. In Zeiten des Sparens an Verpackung finde ich das absolut nicht notwendig, dass 2 Stück so eingepackt werden.“

Mehr Inhalt oder kleinere Verpackung

Auch wir meinen, dass die Tasse und folglich auch der Karton deutlich zu groß bemessen sind. Es sollte entweder die Verpackung verkleinert werden oder es sollten mehr Laibchen hineingefüllt werden.

Spar begründet mit Anordnung der Laibchen

Spar erklärte auf unsere Nachfrage, dass die Laibchen grundsätzlich nicht übereinander (so wie auf einem Foto des Kunden abgebildet), sondern nebeneinander in der Verpackung lägen. Das sei bei der Befüllung der Verpackung auch notwendig, damit die Laibchen nicht übereinander zusammenkleben. Somit sei auch die Verpackungsgröße notwendig.

Dass die Verpackungsgröße ein Aneinanderkleben der Laibchen verhindert, können wir nicht bestätigen. Denn auch bei „unserer“ Packung klebten die Laibchen in der Tasse übereinander. Um das zu verhindern, müsste man wohl die Höhe der Plastiktasse deutlich verringern. 

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Kommentare

  • Verdeckte Verpackungen
    von Mnemosyne am 29.11.2020 um 15:12
    Leider ist es nicht oft au die Einheitsgrößen in den Regalen zurückzuführen, wenn Verpackungen augenscheinlich für den Inhalt zu groß gewählt werden. Bei Spar gibt es so einige Produkte, die scheinbar bewusst den Inhalt verdecken. Was die Plastiktassen bei den Fleischleibchen betrifft, ist es der Kartoon, der die größte Fläche der Verpackung optisch abdeckt.

    Ein anderes Beispiel sind unter den Fertiggerichten bei Spar die Wraps. Hier gibt es eine längliche Verpackung, bei der in der Mitte geschickt der bedruckte Karton platziert wurde und darunter befindet sich der geteilte Wrap. Erst beim Entfernen des Kartons sieht man, dass darunter ein großer Abstand zwischen den zwei Wrap-Hälften klafft und mehr Inhalt vorgetäuscht wird.

    Auf die Kilo- und Gramm-Angaben achten die wenigsten Konsumenten. Sie werden auch passenderweise sehr klein auf die Preisschilder gedruckt, was den Vergleich zwischen einzelnen Produkten noch umständlicher macht.

    Es ist oft eben schwierig, all diese Marketing-Spielereien in ein gutes Licht zu rücken.
  • Verpackung
    von Gruber Andrea am 28.11.2020 um 16:57
    Um unnötigen Verpackungsmüll zu sparen, sollte man in erster Linie wohl doch lieber selber kochen, aber manchmal muss es eben schneller gehen und man greift zu einen Fertigprodukt. Ich denke mal, die Verpackungen haben zwecks Produktion und dem Platz im Regal nun auch mal eine Einheitsgröße und was macht jetzt zBsp. ein Singlehaushalt mit 4-6 Laibchen, die er nicht gleich verbrauchen kann, Lebensmittel wegschmeißen? Es steht ja drauf was drinnen ist in Stück und Gramm, also ist es so gesehen eigentlich kein Betrug am Konsumenten. Verpackungsmüll gehört reduziert, gar keine Frage, der Aufwand, die Produktion und Logistik für jeweils passende Verpackungen, ist aber sicher auch nicht zu unterschätzen - also lieber selber kochen und wenn's wirklich schnell gehen muss, dann eben mal eine Eierspeise oder ein Paar Würstel.
  • Gibt es eigentlich
    von Mnemosyne am 27.11.2020 um 15:03
    Anstrengungen, gerichtlich gegen derartigen Betrug vorzugehen? Es wird schon seit Jahren in zahlreichen Bereichen auf derartige Praktiken der Industrie hingewiesen. Dennoch gibt es keinerlei Reaktion der Politik auf eine gesetzliche Regelung.

    Auch in Hinsicht auf den Umweltschutz, sind sparsame Verpackungsdesigns ein wichtiger Punkt hin zur Müllreduktion.

    Leider ist den Herstellern die Irreführung am Kunden wichtiger, als Nachhaltigkeit. An dieser unethischen, verwerfliche Handhabe ändert sich leider nichts. Es kommen nur die immergleichen, öden Entschuldigungen seitens der Produzenten, dass die Verpackung aus diesen oder jenen Gründen so gestaltet werden muss.