The Black starwater

Unnötig bis riskant

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KONSUMENT 6/2017 veröffentlicht: 04.04.2017

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Wasser mit Aktivkohle, das damit angibt, gesunde Ernährung zu ergänzen. Aktivkohle hat aber auch negative Effekte. 

 

Das steht drauf: The Black starwater

Gekauft bei: Julius Meinl

Das ist das Problem

Eine stylishe Glasflasche mit schwarzem Wasser drin. „The Black starwater, Natürliches Trinkwasser mit Aktivkohle“ steht auf dem Etikett. Die Zutatenliste gibt über die Produktbeschaffenheit Aufschluss. Demnach besteht Black starwater zu 99,85 % aus gefiltertem Trinkwasser, zu 0,1 % aus Aktivkohle und aus Emulgatoren.  

Auf der Hersteller-Homepage wird dieses Wasser vollmundig als „weltweit erstes Functional Water mit Aktivkohle“ angepriesen. „THE BLACK macht schön und spült dich durch [...] THE BLACK ist die perfekte Ergänzung zu einer gesunden Ernährung. Es verhilft deinem Körper auf natürliche Art und Weise zu einer besseren Balance“, heißt es weiter im Text. Wenn das nicht eindrucksvoll klingt! Unserer Ansicht nach sind Getränke wie dieses allerdings problematisch.

Zum Färben von Süßwaren und Käseumhüllungen

Aktivkohle, auch Pflanzenkohle genannt, wird aus der Asche von verkohlten Kokosnuss-Schalen, Holz, Torf oder anderen Pflanzen gewonnen. In Lebensmitteln wird sie als Farbstoff E153 eingesetzt und färbt u.a. Süßwaren und Käseumhüllungen schwarz. Für die Verwendung von Lebensmittelfarbstoff sind keine Höchstmengen festgelegt, doch es darf nur so viel eingesetzt werden wie unbedingt nötig.

Aktivkohle bindet Nährstoffe und Medikamente

In der Medizin wird Aktivkohle zur Behandlung von harmlosen Durchfallerkrankungen, aber auch in Vergiftungsnotfällen eingesetzt: Sie absorbiert im Verdauungstrakt Schadstoffe, Viren, Bakterien und deren Toxine. Diese werden an die Kohle gebunden mit dem Stuhl ausgeschieden. Aktivkohle bindet aber nicht nur Schadstoffe und Krankheitserreger, sondern auch Vitamine, Mineralstoffe und bestimmte Medikamente, beispielsweise die Antibabypille. Darüber hinaus kann zu viel Aktivkohle auch Verstopfung oder sogar einen Darmverschluss verursachen.

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