Bipa: Dicke Luft

Schnullerbox geschmolzen

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KONSUMENT 3/2017 veröffentlicht: 22.12.2016

Inhalt

"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - Die Diebstahlsicherung auf der Schnullerbox ging in der Mikrowelle in Flammen auf. Bipa reagierte nicht auf das Problem.

Eltern von Babys und Kleinkindern wissen sie – wie man hört – zu schätzen: die Schnuller von MAM, verpackt in eine Sterilisierbox für die Mikrowelle. Wasser einfüllen, mit der angegebenen Wattzahl eine bestimmte Zeit lang erhitzen, fertig. Auch aus Sicht von Familie S. handelt es sich um ein praktisches, bewährtes Produkt, für das sie sich schon mehrfach entschieden hat.

Neuer Aufkleber ohne Aufdruck

Familie S. kauft solche Babyartikel üblicherweise bei Bipa. Besagte Schnullerboxen hängen dort, befestigt am dazugehörigen Etikett mit der Anleitung, auf einem Ständer. Bei einem der Einkäufe befand sich auf der Schnullerbox ein vorher nie gesehener Aufkleber ohne Aufdruck, der weder besonders auffiel noch die Handhabung beeinträchtigte.

Funkenflug in der Mikrowelle

Also wie gewohnt Wasser eingefüllt und ab in die Mikrowelle, in der allerdings schon kurz darauf die Funken flogen. Wirklich dramatisch wurde die Situation, als es im Gerät zu qualmen begann und die Schnullerbox an der Stelle mit dem Aufkleber zu schmelzen anfing. Zum Glück war der Spuk nach dem Abschalten der Mikrowelle vorbei, doch der Geruch von verschmortem Kunststoff hing ebenso in der Wohnung wie die Frage, was passiert war. Die Antwort: Der unscheinbare Aufkleber auf der Box war eine metallhaltige Diebstahlsicherung, angebracht von Bipa-Mitarbeitern. Warum er auf die Box und nicht auf das Papieretikett, das vor dem Erhitzen entfernt wird, geklebt wurde, ist aus Gründen des Diebstahlschutzes sogar nachvollziehbar – auch wenn es aus Sicht der Kunden eine schlechte Entscheidung war.

Beharrliches Schweigen

Wir schicken Bipa auch gar nicht deswegen hinter den Vorhang; sondern, weil Familie S. sich an uns gewandt hatte und wir Bipa um Stellungnahme baten; zweimal schriftlich, einmal telefonisch – mit dem Versprechen eines Rückrufs. Gehört haben wir nichts mehr von Bipa, weshalb wir unsere Botschaft hier deponieren: Fehler und Irrtümer passieren und können, wenn niemand ernsthaft zu Schaden kommt, leicht aus der Welt geschafft werden. Beharrliches Schweigen seitens eines Unternehmens dagegen führt lediglich zu dicker Luft – so wie von Kunststoff, der in der Mikrowelle verschmort.


Die Namen betroffener Konsumenten wurden von der Redaktion geändert.

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