Schaumwein

Prosit Neujahr!

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KONSUMENT 1/2018 veröffentlicht: 21.12.2017

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Schon wieder Silvester! Höchste Zeit, Sekt einzukaufen. Vor allem zum Jahreswechsel erfreut sich dieses Getränk großer Beliebtheit.

Was vor allem zum Jahreswechsel so schön im Glas perlt, gehört meist zur Gruppe der Schaumweine. Darunter versteht man weinhaltige Getränke in Flaschen, die aufgrund des Kohlensäuregehalts unter Druck stehen.

So entsteht Sekt

Im Weinland Österreich spielt Sekt eine wichtige Rolle. Etwa 10 Prozent des heimischen Weins werden zu Sekt verarbeitet. Dafür kommen Weine verschiedener Rebsorten oder Jahrgänge zum Einsatz. Diese Grundweine werden zu einer sogenannten einheitlichen Cuvée verschnitten und durch Zugabe von Zucker und Hefe nochmals zur Gärung gebracht. Die Hefe wandelt den Zucker hauptsächlich in Kohlensäure (Kohlendioxid) und nur zu einem geringen Teil in Alkohol um. Damit es beim Einschenken feine Bläschen gibt, die Kohlensäure also nicht verloren geht, erfolgt diese Gärung in drucksicheren geschlossenen Behältern.

Qualität gefragt

Seit Dezember 2016 gelten für heimischen Sekt neue gesetzliche Regeln. Dafür wurde eine eigene Qualitätspyramide entwickelt. Drei Qualitätsbezeichnungen für Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung („Sekt g.U.“) sollen Konsumenten die Auswahl erleichtern. Die Basiskategorie (Klassik) definiert Mindestanforderungen für den österreichischen Qualitätsschaumwein. Für die mittlere Kategorie (Reserve) und die Spitzenkategorie (Große Reserve) sind höhere Standards vorgesehen. Klassik und Reserve haben einige Sekthersteller bereits im Programm. Die Große Reserve geht sich wegen der vorgeschriebenen langen Lagerzeit erst für Silvester 2018 aus.

Klassik. Die Trauben für diesen Sekt kommen aus einem österreichischen Bundesland, das am Etikett genannt wird. Auch die Verarbeitung und Versektung erfolgt dort. Alle Methoden zur Sekterzeugung sind erlaubt. Die Mindestlagerzeit auf der Hefe beträgt 9 Monate.

Reserve. Die Trauben stammen zu 100 Prozent aus einem Weinbaugebiet und werden im Handleseverfahren geerntet. Der Sekt darf ausschließlich in traditioneller Flaschengärung hergestellt werden. Die Mindestlagerzeit auf der Hefe beträgt 18 Monate.

Große Reserve. Die Trauben dürfen nur aus einem abgegrenzten Gebiet bzw. einer einzigen Gemeinde stammen. Auch hier ist die Handlese vorgeschrieben. So wie bei der Reserve darf der Sekt ausschließlich in traditioneller Flaschengärung hergestellt werden. Die Mindestlagerzeit auf der Hefe beträgt 30 Monate.

Nur trocken

Wie herb oder wie süß ein Sekt schmeckt, ist eine Frage des Zuckergehalts. Bei den beiden neuen Reserve-Kategorien sind maximal 12 Gramm Zucker pro Liter erlaubt. Damit fallen sie in die Kategorie Brut, Extra Brut oder Brut Nature. Diese Festlegung ist doch etwas überraschend, da nicht jeder einen solchen trockenen Sekt mit verhältnismäßig wenig Zucker liebt.

Heimische Produktion und Importe

Sekt hat vor allem ab dem Spätherbst Saison. Fast die Hälfte der Jahresmenge wird von Ende Oktober bis zum Jahreswechsel verkauft. Etwa jede dritte bei uns konsumierte Flasche stammt aus heimischer Produktion, alles Übrige wird importiert. Nach wie vor gut im Geschäft sind bei uns die großen deutschen Sekthersteller. Aber auch Schaumweine aus Italien und Frankreich sind beliebt.

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Kommentare

  • Nur ca. 5 Prozent der österr. Weinernte für Sekt!
    von Tarifdschungler am 08.02.2018 um 21:43
    Richtig muss es wohl heißen: Sekt spielt in der österreichischen Weinproduktion KEINE wichtige Rolle (außer für die Hersteller). Laut den Zahlen der Statistik Austria gehen nicht 10 Prozent (wie im Artikel steht), sondern nur ca. 5 Prozent des Weines in die Sektverarbeitung. Österr. Weinbestand 2017 aus heimischer Ernte: 2.213.290 hl gesamt, davon 103.329 hl Perl- und Schaumwein sowie sonstige Erzeugnisse. In Frankreich ("Champagner") und Deutschland macht diese Sparte 21 Prozent der Weinproduktion aus.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo