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WC-Papier im Labor: So testen wir

Stunde der Wahrheit

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KONSUMENT 2/2018 veröffentlicht: 25.01.2018, aktualisiert: 07.02.2018

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Damit der Abfluss nicht verstopft: die Wiederauflösbarkeit. Während des Gebrauchs muss WC-Papier in nassem wie in trockenem Zustand gut in Form bleiben. Kaum liegt es aber in der Kloschüssel, soll es sich möglichst rasch auflösen, damit ­keine Verstopfung droht.

WC-Papier im Labortest: die Wiederauflösbarkeit - damit es nicht das Klo verstopft (Foto: Ch. Undeutsch/VKI)

Wie gut sich Toilettenpapier zersetzt, lässt sich im sogenannten Brecht-Holl-Gerät messen (Bild oben). Dafür werden Einzelblätter geschnitten, bis sie eine Probenmenge von einem Gramm ergeben. Nach der Bestimmung der Trockenmasse wird jede Probe 30 Sekunden lang ­einem Wasserdruck von 0,8 bar ausgesetzt. Nicht vollständig zersetztes Material wird anschließend vom Sieb gewaschen, aufgefangen, getrocknet und gewogen. Je geringer die Menge an nicht zersetztem Material, desto besser ist die Wiederauflösbarkeit des WC-Papiers.

WC-Papier im Labortest: die Wiederauflösbarkeit im Wasser geprüft - damit es nicht das Klo verstopft (Foto: Ch. Undeutsch/VKI)

Eine andere Bestimmungsmöglichkeit sind mit Wasser gefüllte Gläser, in die Papier eingelegt wird (siehe Bild oben). Ein sich ­drehender Magnetstab simuliert den Strudel in ­einem Abfluss. Durch Zeitmessung wird ermittelt, wie ­lange es dauert, bis das Papier sich aufgelöst hat. Mehr als die Hälfte unserer getesteten Papiere zerfielen inner­halb weniger Sekunden. Bedeutend länger brauchten das Klo­papier von Hofer und das Produkt von Müller.

Alle Fotos in diesem Bericht: C. Undeutsch/VKI

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