Spinat: Frischware

Alles im grünen Bereich?

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 27.07.2016

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Nach unserem Test von Tiefkühlspinat im Februar 2016 untersuchten wir diesmal frischen Spinat. Ausgerechnet ein Bio-Spinat um viel Geld fiel wegen zu hoher Nitratbelastung durch.

Wir haben Spinat von folgenden Anbietern getestet:

  • Amico Bio
  • Azienda Agricola Di Tullio Pierino
  • Chef Menü
  • Dogi GmbH (Naschmarkt)
  • LGV
  • Spar

Die Testtabelle enthält Infos zu: Schadstoffe, Nitrat, Organoleptik, Mikrobiologie, Vitamine und Mineralstoffe, Kennzeichnung, Herkunft

Nachfolgend unser Testbericht.


In KONSUMENT 2/2016 nahmen wir Tiefkühlspinat unter die Lupe. Jetzt war der frische Spinat dran. Wie sieht es mit seinem Vitamin- und Mineralstoffgehalt aus? Wie lange hält er im Kühlschrank? Wie hoch ist der Vitaminverlust während der Lagerung? Gibt es Prob­leme mit Schadstoffen? Spinat kommt ja ­immer wieder wegen Nitrat ins Gerede.

Sechs Spinat-Proben im Test

Frischer Spinat wird in den Geschäften gewaschen und ungewaschen angeboten. Gewaschene Ware ist verpackt, ungewa­schene manchmal auch offen zu haben. Für unseren Test kauften wir drei Proben von ungewa­schenem und drei Proben von ge­waschenem Spinat in Wiener Supermärkten, einem Bio-Markt und auf dem Wiener Naschmarkt ein.

Die Hälfte der Proben war als Baby-Spinat bzw. Jung-Spinat deklariert. ­Dieser hat in der Regel zartere, kleinere ­Blätter als klas­sischer Blattspinat. Für 100 g gewaschenen Spinat zahlten wir zwischen 0,40 Euro bei Lidl und 1,38 Euro bei Merkur. Die preiswerteste un­gewaschene Ware gab es am Wiener Naschmarkt bei Dogi: 100 g kosteten hier 0,25 Euro. Echt teuer ­wurde es dagegen bei denn’s, wo wir für 100 g vom Bio-Baby Spinat gleich einmal 1,99 ­Euro hinlegen mussten.

Aussehen, Geruch und Geschmack

Alle Proben kamen sofort nach dem Einkauf ins Labor. Dort wurden sie zunächst von ­Gutachtern organoleptisch – also auf Aus­sehen, Geruch und Geschmack – untersucht. Die Experten hatten nichts zu beanstanden, die Ware war tadellos.

Auf Nitratgehalt untersucht

Doch bei der anschließenden Untersuchung auf Nitrat gab es eine böse Überraschung. Spinat gehört zu den Gemüsen, die Nitrat speichern, und zwar vor allem in Stielen und Blattrippen. Nitrat ist an sich nicht schädlich, kann sich aber im menschlichen Körper sowie beim Zubereiten und längeren Warmhalten von Spinat in Nitrit umwandeln. Dieser Stoff ist heikel. Nitrit kann die Sauerstoff­versorgung des Blutes beeinträchtigen und krebserregende Nitrosamine bilden.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Azienda Agricola Di Tullio Pierino Spinaci freschi, Spar Spinat-Blätter, Chef Menü Jung-Spinat, LGV Baby-Spinat grün, Amico Bio Bio-Baby Spinat, Dogi GmbH Spinat Inland

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Wertung: 4 von 5 Sternen
13 Stimmen

Kommentare

  • Keine Geschmacksfrage
    von REDAKTION am 02.08.2016 um 09:59
    Unsere beiden Testsieger bei gewaschener bzw. ungewaschener Ware schneiden sowohl im Prüfpunkt Vitamine/Mineralstoffe als auch beim Nitrat- und Schadstoffgehalt mit „gut“ bzw. „sehr gut“ ab. Somit müssen Sie bei diesen Produkten keine Entscheidung zwischen hohem Vitamin- und Mineralstoffgehalt und geringem Schadstoffgehalt treffen. Ihr KONSUMENT-Team
  • völlig frei von Geschmack?
    von susie am 01.08.2016 um 10:49
    Ihrem Test nach muss man sich also entscheiden ob man Vitamine und Nitrat möchte oder eher keine Nährstoffe und Vitamine aber dafür frei von Schadstoffen. Also ist der Testsieger unbedenklich aber auch recht geschmacksneutral.
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