Skibrillen: selbsttönend

Nicht die erste Wahl

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KONSUMENT 2/2019 veröffentlicht: 17.01.2019

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Es klingt vielversprechend: Skibrillen, die sich automatisch an die vorherrschenden Lichtverhältnisse anpassen. Im Test zeigten sich aber grundsätzliche Mängel.

Unser Test beurteilt folgende Skibrillen:

  • Adidas - Progressor Splite
  • Alpina - Pheos S
  • Atomic - Savor M Photo
  • Bollé - Nova II
  • Briko - Nyira 7.6 Photo
  • Cébé - Origins M
  • Decathlon/Wed’ze - Bones 700 Photochromic
  • Julbo - Universe
  • Salomon - X-View
  • Scott - Faze II LS
  • Slokker - RB
  • Smith - Skyline
  • Uvex - Downhill 2000 VLM

Die Testtabelle informiert über: Filterkategorie, UV-Schutz, Gewicht, Bedienungsanleitung (z.B. Pflege- und Reinigungshinweise), Umfang, Schlagfestigkeit, Kratzfestigkeit, Belastungstest (Sitztest), Dehnbarkeit und Elastizitätsverlust des Bandes, Helmtauglichkeit, Tragekomfort, Störungen im Gesichtsfeld, Sicht, Farbwiedergabe, Abdunklung der Sonne, Lesbarkeit eines Handydisplays, Schadstoffbelastung. Lesen Sie hier den Testbericht:


Bei der Skiausrüstung stehen Ski und Bekleidung meist an vorderster Stelle. Dabei hat die Wahl der richtigen Schibrille entscheidende Bedeutung – vor allem für unsere Augen. "Eine Skibrille sollte möglichst dunkel sein und das Licht rundherum abschirmen", erklärt Augenarzt Peter Heilig (siehe Interview).

Wie hell, wie dunkel?

Wie dunkel, das hängt vom subjektiven Empfinden ab: Wer wegen der Helligkeit blinzeln oder zwinkern muss, sollte zu einer Skibrille mit dunkleren Scheiben greifen. Aufschluss über die Lichtdurchlässigkeit der Skibrille sollte die Filterkategorie geben, die die meisten Hersteller auf der Verpackung anführen. Die Skala reicht von null bis vier: Je höher die Zahl, desto stärker filtert die Brille störendes Licht heraus. Doch sich auf die Filterkategorie alleine zu verlassen, ist trügerisch. Denn mitentscheidend ist die Farbe. So kann eine Skibrille der Kategorie 4 mit roter Scheibenfarbe zu hell für einen sonnigen Skitag am Gletscher sein.  

Die richtige Farbwahl

Als Farbton für die Scheiben eignen sich Braun oder Grau am besten. Rot oder Orange hellen eher auf, was zu Blendungen führen kann. Gelbe Scheiben sind hingegen bei schlechtem Wetter sinnvoll, weil sie Konturen besser erkennen lassen. Deshalb ist es ratsam, für den Skitag immer zwei Skibrillen bzw. Scheiben zum Wechseln mitzuhaben: eine dunkle für Sonne und eine hellere für Schlechtwetter oder die schattigen Nachmittagsstunden. 
Oder aber, man greift zu selbsttönenden Skibrillen, die wir auch im vorliegenden Test unter die Lupe genommen haben. Wir kauften sogenannte photochromatische Brillen ein, also solche, die sich automatisch an die Lichtverhältnisse anpassen.

Selbsttönende Skibrillen: Verbesserte Technik

Die hinter den selbsttönenden Brillen stehende Technik hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Sie reagieren mittlerweile recht schnell und zuverlässig auf sich ändernde Lichtverhältnisse. Die Konturenerkennung und auch die Farbwiedergabe wurden von unseren Testern bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen als durchwegs gut bis sehr gut beurteilt.

Für Höhensonne nicht dunkel genug

Allerdings sind die Brillenscheiben für die Höhensonne am Berg nicht dunkel genug, was sich bei allen getesteten Modellen auch in der Wahrnehmung der Testpersonen bestätigte. Deshalb können wir solche selbsttönenden Skibrillen nur bedingt empfehlen. 

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Uvex Downhill 2000 VLM, Alpina Pheos S, Scott Faze II LS, Bollé Nova II, Adidas Progressor Splite, Briko Nyira 7.6 Photo, Decathlon/Wed'ze Bones 700 Photochromic, Julbo Universe, Slokker RB, Smith Skyline, Atomic Savor M Photo, Cébé Origins M, Salomon X-View

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Wertung: 3 von 5 Sternen
17 Stimmen

Kommentare

  • Tipp/Hinweis Photochrome Brillen generelles Problem: KÄLTE macht DUNKLER!
    von i004903 am 31.01.2019 um 19:00
    habe mir lezten Herbst nach vielen Jahren wieder Photochrome Brillen (normale nicht Schi) gekauft und bin als Radfahrer in Wien sehr unglücklich! Keine Sonne, Nebel und die Brille dunkelt heftig ab. KOmmentar des Optikers: "Das ist so. Bei Kälte werden sie stärker Dunkel". Ich werde sehr wahrscheinlich in den nächsten Tagen wieder auf Normalgläser (in Garantie) + eine Sonnebrille wechseln. Bei Dämmerung wird diese Brille zur Gefahr! Könnte mir das auch bei Schibrillen gut vorstellen, dass bei ähnlichem Verhalten die letzte Abfahrt zum Blindflug wird.
  • @poschi
    von REDAKTION am 29.01.2019 um 09:22
    Wie Sie richtigerweise schreiben, ist Angebotsware bei Diskontern & Co nur kurzzeitig im Sortiment erhältlich. Oft reicht die Vorlaufzeit für unsere Tests schlichtweg nicht aus, um diese Produkte zu berücksichtigen – die Waren sind zum Testzeitpunkt noch nicht erhältlich. Trotzdem bemühen wir uns immer darum, möglichst auch solche Artikel mitzutesten. Wir bitten um Verständnis, dass es uns aus zuvor erwähnten Gründen nicht immer gelingt.

    Anbei eine kurze Auflistung von Tests der vergangenen Monate, in denen Produkte von Hofer, Lidl, Penny und Tchibo mitgetestet wurden (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

    Küchenrollen 02/2019
    Zahnpasten 01/2019
    Babywindeln 11/2018
    Blätterteig 09/2018
    Elektrische Milchaufschäumer 05/2018
    WC-Papier 02/2018
    Funktionsunterwäsche 01/2018
    Kinderschuhe 09/2017
  • Skibrillentest
    von poschi am 29.01.2019 um 07:13
    betrifft nicht speziell den Skibrillentest.ersuche trotzdem um Weiterleitung Stellungnahme.
    Ich bin seit v i e l e n Jahren Konsument Abbonr 11077/0 und Kunde in diversen Supermärkten.Leider werden viele Angebote der Supermärkte Hofer,Lidl
    und z. B. Tschibo etc.nicht in die Testreihen aufgenommen.Mir ist klar das diese Angebote nur kurzzeitig vorhanden sind und es für den Fachhandel nicht vorteilhaft ist, wenn wesentlich preisgünstigere Produkte unter den Testsiegern sind.Trotzdem sollte im Interesse Ihrer Leser auch diese Produkte einbezogen werden.Zum Beispiel Sportartikel,Kinderspielzeug,Werkzeug etc.ect.Ich denke das die Qualität und der Preis ans Ziel führen.Gerne können sie mein Anliegen auch veröffentlichen.mit freundlichen Grüßen Alfred Posch




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