Luftbefeuchter im Test

Tief durchatmen

Seite 1 von 9

Konsument 12/2009 veröffentlicht: 09.11.2009, aktualisiert: 17.11.2009
  • Luftfeuchtigkeit zuerst mit Hygrometer bestimmen
  • Luftfeuchtigkeit möglichst konstant halten
  • Geräte sollten einmal pro Woche gereinigt werden

Die Vorstellung, an den langen Winterabenden gemütlich hinterm Ofen zu sitzen, ist reizvoll. Doch die Heizperiode hat ihre unangenehmen Begleiterscheinungen, etwa in Form von trockener Raumluft. Sinkt die relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung unter 40 Prozent, dann verliert auch unser Körper Feuchtigkeit. Gereizte Augen, spröde Haut und erschwerte Atmung sind die Folgen. In trockener Luft können zudem – darauf deuten Studien hin – Krankheits­erreger wie etwa Grippeviren länger überleben. Kurz gesagt, das körperliche Wohlbefinden ist beeinträchtigt. Das gilt nicht nur für uns Menschen, sondern auch für viele Haustiere.

Negative Auswirkungen

Negative Auswirkungen hat zu trockene Luft weiters auf die Wohnungseinrichtung. Parkettböden beginnen zu knarren und zeigen eine verstärkte Fugenbildung. Die Oberfläche von Vollholzmöbeln wird matt und das Holz kann durch den raschen Entzug großer Wassermengen Risse bekommen. Musikinstrumente verstimmen sich, Teppiche aus Kunststoff laden sich elektrostatisch auf, der Staubgehalt in der Raumluft steigt.

Feuchte und trockene Luft

Mit solchen Problemen konfrontiert sind vor allem Bewohner älterer Häuser und Wohnungen, deren Fenster nicht ausreichend dicht sind. Die kontinuierlich hereinströmende trockene Kaltluft wird erwärmt und nimmt Feuchtigkeit auf, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit insgesamt sinkt. In neuen Wohnungen ist oft das Gegenteil der Fall. Es ist zu viel Feuchtigkeit in der Raumluft, weil die modernen Isolierglasfenster den natürlichen Luftaustausch weitgehend unterbinden. Hier schafft regelmäßiges Stoßlüften Abhilfe. Denn ein Zuviel an Feuchtigkeit führt gleichfalls zu einem unangenehmen Raumklima und erhöht die Gefahr von Schimmelbildung durch Kondensation an den kühleren Außenwänden.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Boneco 7131, Boneco 7145, Wick W-610E, DeLonghi UH 800E, Wick W-5200S-E, Bionair CM1, Burg BH-862E, Turmix AX 400, Benta Art.Nr.: 96006, Suntec Wellnes Klimatronic Monsun 200, Medisana Ultrabreez Art.:60050
Bewertung
Wertung: 3 von 5 Sternen
37 Stimmen
Weiterlesen
  • Verdunster
    von aimee88 am 02.03.2010 um 17:58
    Schade dass Sie die Gruppe der "Verdunster" nicht getestet haben, auch wenns da mittlerweile weniger gibt. Scheint ja eigentlich eine Gruppe zu sein bei der weder die Nachteile der Vernebler noch die der Verdampfer anfallen.
  • Ultraschall-Vernebler
    von Uhu am 11.02.2010 um 20:35
    Liebe Redaktion, mich beschäftigt eine ganz andere Frage zu den Ultraschallverneblern? Ist es - vor allem während einer Schwangerschaft - unbedenklich, wenn man während des gesamten Arbeitstages im Büro neben einem Ultraschallvernebler sitzt? Gibt es dazu Untersuchungen? Kann der permanente Ultraschall dem Ungeborenen schaden? Danke für Ihre Antwort!
  • AW: De Longhi UH800E
    von REDAKTION am 04.02.2010 um 10:14

    Im geschilderten Fall stellt sich die Frage, ob die Messung der relativen Feuchte richtig ist? Einfache Messgeräte zeigen häufig nicht korrekt an, es wäre also zunächst zu klären, ob die Messung stimmt. Eine andere Erklärung ist, dass die Luftfeuchte tatsächlich so gering ist und der ganze Raum völlig ausgetrocknet ist, dann benötigt selbst der beste Luftbefeuchter viel Zeit, weil die Möbel und Wände alles wieder aufsaugen. Ebenfalls zu beachten ist die Raumlüftung. Wenn die Fenster nicht dicht sind und ständig kalte, trockene Luft einströmt, bringt der Luftbefeuchter ebenfalls weniger.

    Ihr Konsument-Team

  • Venta Luftwäscher
    von julius am 29.01.2010 um 10:39
    Wenn man die Erklärungen auf der VENTA website ernstnehmen darf dann wäre ein Venta Luftwäscher das ideale Gerät für beheizte Räume im Winter. Was mich primär interessiert - wie laut sind diese Geräte? Warum hat der Konsument diese Geräte nicht mit in den Test einbezogen?????????
  • Test Luftbefeuchter
    von bmw525 am 27.01.2010 um 12:07
    Leider kann ich mich mit dem Testergebnis über die Luftbefeuchter nicht anschließen. Wir benutzen seit Jahrzehnten Luftbefeuchter und haben alles schon ausprobiert was es am Markt gegeben hat. Ob Geräte mit Piezokristall ( Burg ) oder Geräte mit Filtermatten ( Siemens ), wir hatten das alles schon. Als Testsieger wurde das Gerät von Boneco ermittelt. Dieses Gerät liegt bei uns im Keller und wird demnächst als unbrauchbar entsorgt. Warum!! Auch wenn sie das Gerät auf eine Anrichte stellen, schön Aussehen wird das nicht und auch dann nicht, wenn das Gerät mit der Vernebelung anfängt. Und wer hat schon in der Mitte des Raumes auch Platz dafür. Also, wenn aber die Vernebelung längere Zeit tätig ist, dann haben sie eine Wasserlache am Boden. Die Schäden am Parkettboden hatten wir schon. Was im Test verschwiegen wurde ist, das in diesem Gerät eine Kalkfilterpatrone eingebaut ist und die laut Anleitung alle 2 Monate erneuert werden muss. Wenn man die Heizperiode von 6 Monaten bedenkt, so muss man 3 Patronen kaufen. Kostenpunkt pro Patrone a 20.- Euro. Wir verwenden, wie das Konsumenten Team es nennt, einen Luftwäscher Marke Venta. Das beste was es an Luftbefeuchter am Markt gibt. Und die Kritik das man einen Luftwäscher nicht benötigt, kann ich nur als Schwachsinn abtun. Denn wenn ich mir bei der wöchentlichen Reinigung das Wasser ansehe, dann staune ich jedes mal, wie viele Schadstoffe darin enthalten sind. Wobei wir keine Raucher sind. Ich sehe auch keinen Nachteil, wenn die Luft befeuchtet und gleichzeitig gereinigt wird. Weiteres wird im Test angeführt, einen Relativ großen Wassertank mit 5 Liter. Was ist dabei groß. Versuchen sie einmal anfangs der Heizperiode, wenn die Luftfeuchtigkeit 40 % hat und diese auf 55 % zu steigern. Denn sie brauchen Tage dazu. Da kommen sie mit 5 Liter nicht weit. Mittags ist er leer. Und der Boden steht unter Wasser. Und wir sprechen aus Erfahrung. Hatten wir alles schon erlebt. Wir brauchen für einen 50 m2 Raum täglich zwischen 4 bis 6 Liter. Auch wenn wir mit dem Test ausnahmsweise nicht einer Meinung sind, gehören wir doch seit Jahrzehnten zu den Treuen Lesern der Zeitschrift Konsument.