Waschmaschinen

Die Tücken des Sparens

Seite 1 von 8

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 11/2014 veröffentlicht: 23.10.2014

Inhalt

Heutige Technologien ermöglichen mit lang dauernden Sparprogrammen saubere Wäsche trotz niedriger Temperaturen. Die Waschmaschinen sparen Wasser und Strom, die Hygiene bleibt mitunter auf der Strecke.

Folgende Produkte finden Sie in der Testtabelle:

  • AEG Lavamat L76471PFL
  • Bosch WAY28742
  • Miele WKF 110 WPS
  • Panasonic NA-148VB5WDE
  • Siemens WM14Y74D

Die Test-Tabelle enthält folgende Beurteilungspunkte: wie gut die Maschinen waschen, wie lange die Programmdurchgänge dauern und wie es mit Strom- und Wasserverbrauch aussieht.

Lesen Sie auch unsere Tests: Waschmaschinen 10/2011 , Waschmaschinen 9/2007 , Waschmaschinen 7/2009 , Wäschetrockner 10/2014 , Wäschetrockner mit Wärmepumpe 9/2013 , Waschtrockner 11/2012 , Wäschetrockner 1/2012


Hier unser Testbericht:
Bereits in unserem letzten Wasch­maschinen-Test von 2011 haben wir festgestellt, dass die Hersteller die Programme länger laufen lassen, um den Energieverbrauch niedrig zu halten. Dieser Trend setzt sich auch im aktu­ellen Test fort. Bis zu dreieinhalb Stunden kann ein Waschgang im ­Sparprogramm dauern. Doch die Geräte waschen im 60-Grad-Eco-Modus nicht nur lange, sondern auch mit wesentlich gerin­gerer Temperatur (mehr dazu später). Die Frage, ob die Maschinen trotzdem sowohl Flecken als auch Krankheitserregern auf der Wäsche erfolgreich zu Leibe rücken, ist mehr als berechtigt. Doch der Reihe nach. Wir ­haben gemeinsam mit unserer Schwester­organisation Stiftung Warentest fünf mittel- bis hochpreisige Waschmaschinen auf den Prüfstand gestellt.

Weniger als 60 Grad im Energiesparprogramm

Gleichauf an der Spitze stehen die Waschmaschinen Bosch (1.159 Euro), Miele (1.299 Euro) und Siemens (1.159 Euro). AEG wäscht zwar am besten, ist aber lauter als die ­Testsieger. Alle Testgeräte befinden sich in der höchsten Energieeffizienzklasse A+++. Dieses Label erhalten nur Maschinen, die im Sparprogramm besonders wenig Strom verbrauchen. Um diese Vorgabe einzuhalten, kommt häufig ein Trick zum Einsatz: Da die Waschmaschinen die meiste Energie zum Auf­heizen des Wassers benötigen, senken viele Hersteller die Temperatur. Die Spar- oder Eco-Programme sind zwar meist mit 60 Grad angegeben, erhitzen das Wasser aber nur am Anfang für wenige Minuten. Die hier gemessenen Werte liegen zwischen 38 Grad (Panasonic) und 55 Grad (AEG). Nach dem kurzen Auf­heizen sinkt die Temperatur in der Lauge während des Waschens um einige Grade.

Eine Ausnahme bilden die Geräte von Bosch und Siemens, bei denen in den Sparprogrammen kurzzeitig mehr als 60 Grad gemessen wurden. Beide Waschmaschinen verbrauchten dennoch wenig Strom. Der Grund: Die Geräte holten zunächst nur einen Teil des Wassers. Diesen erwärmten sie über 60 Grad. Nach dem Erreichen der Maximaltemperatur füllten sie kaltes Wasser nach. Dadurch fiel die Temperatur für den weiteren Waschdurchgang unter 40 Grad.

Eco-Programme brauchen viel Zeit

Allerdings laufen die Eco-Programme länger, damit die Wäsche dennoch sauber aus der Trommel kommt. So brauchte Panasonic im Test beispielsweise etwas mehr als drei Stunden im Sparmodus. AEG benötigt sogar dreieinhalb Stunden. Und es funktioniert wirklich: Trotz niedriger Temperatur entfernen alle 60-Grad-Eco-Programme Flecken von Blut, Öl und Rotwein ähnlich zuverlässig wie die 60-Grad-Normalprogramme.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Bosch WAY28742, Miele WKF 110 WPS, Siemens WM14Y74D, AEG Lavamat L76471PFL, Panasonic NA-148VB5WDE

Die folgenden Seiten dieses Artikels sind kostenpflichtig.

Falls Sie Abonnent sind, melden Sie sich bitte an:
 
Falls Sie kein Abonnent sind, wählen Sie bitte eine der folgenden Optionen:

KONSUMENT-Abo

52 Euro: 12 Hefte + Online-Zugang  Mehr dazu

KONSUMENT-Online-Abo

25 Euro: 12 Monate Online-Zugang  Mehr dazu

Online-Tageskarte

5 Euro: 24 Stunden Online-Zugang  Mehr dazu

Bewertung

Wertung: 3 von 5 Sternen
33 Stimmen

Kommentare

  • an: kurmy31 Toplader, Warmwasser
    von REDAKTION am 09.04.2015 um 14:35

    Vielen Dank für Ihr Interesse. Derzeit können wir Ihnen noch keinen Zeitpunkt für Tests zu diesen Themenbereichen nennen. Wir nehmen Ihre Anregung aber gerne in unserer Testplanung auf und werden das intern besprechen.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Toplader, Warmwasseranschluss
    von kurmy31 am 29.03.2015 um 17:09
    Wann wird es einen Test geben, in dem Toplader sowie Waschmaschinen mit Warmwasseranschluss getestet werden?
  • an: konsument1971, Waschmaschine Lebensdauer
    von REDAKTION am 01.12.2014 um 14:55

    Die Maschinen absolvierten eine Dauerprüfung, die als eigener Prüfpunkt in der Tabelle angeführt ist. Die Modelle von Bosch, Miele, Siemens und AEG schnitten hier sehr gut ab, Panasonic gut. Diese Dauerprüfung, die mit 20 Prozent im Testurteil berücksichtigt wurde, funktioniert folgendermaßen: Je Fabrikat mussten drei Maschinen jeweils 1.840 Wäschen absolvieren – in verschiedenen Programmen mit praxisgerechter Beladung und handelsüblichem Vollwaschmittel. Das entspricht rund zehn Jahren Nutzung bei 3,5 Wäschen je Woche. Bewertet wurden Art und Zeitpunkt auftretender Fehler.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Waschmaschine Lebensdauer
    von konsument1971 am 26.11.2014 um 17:10
    Leider wird in Ihrem Test nicht auf die Lebensdauer einer Maschine eingegangen. Nun ist mir klar das man das nicht testen kann aber ein geschultes Auge müsste an Hand von qualitativ minderwertigen Bauteilen (insbeondere bei Platinen) erkennen können ob hier bei der Lebensdauer nicht eine geplante Obsoleszenz im Spiel ist. Ich habe eine ca. 5 Jahre alte SIEMENS WM bei der plötzlich der Fehler F67 aufscheint. D.h. Platine ist defekt muss getauscht werden. Kosten: ca. € 300,- inkl. Arbeits- und Wegzeit. Die WM hat neu ca. € 900,- gekostet. Im Internet findet man sehr viele gleiche und ähnliche Kommentare betreffend E-Störungen nach ca. 5 Jahren. Scheint Metode dahinter zu stecken.
  • an: Kritest, Test Waschmaschinen - Preisunterschiede Österreich Deutschland
    von REDAKTION am 06.11.2014 um 15:32

    Sie haben recht, die Darstellungsformen der Preise sind unterschiedlich. Der Grund dafür ist, die Stiftung Warentest gibt einen mittleren Preis an. Im Testmagazin KONSUMENT führen wir die von den jeweiligen Herstellern empfohlenen Verkaufspreise an. In vielen Fällen finden Sie die Produkte dann bei den Händlern zu günstigeren Preisen.

    Ihr KONSUMENT-Team

Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo