Waschmaschinen

Auch günstig wäscht gut

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KONSUMENT 1/2016 veröffentlicht: 23.12.2015, aktualisiert: 29.02.2016

Inhalt

Sechs Waschmaschinen der höchsten Energieeffizienzklasse A+++ absolvierten den Test. Die Ergebnisse bei den guten Geräten sind zwar ähnlich, Unterschiede ergeben sich aber unter anderem aus den Nutzungsgewohnheiten. Gute Waschmaschinen dieser Kategorie gibt es auch für ein schmäleres Börsel.

Folgende Waschmaschinen finden Sie in der Testtabelle:

  • AEG Lavamat L79485FL
  • Candy GV 147 TC3
  • Miele WMH 120 WPS
  • Siemens WM14Y54A
  • Siemens WM16Y892

Geprüft wurden Frontlader; zwei Geräte mit 1.600 Umdrehungen pro Minute; die übrigen mit 1.400;

In der Testtabelle finden Sie nachstehende Beurteilungspunkte: Waschergebnis, Programmdauer, Strom- und Wasserverbrauch

Außerdem im vorliegenden Test: die Ergebnisse des AEG-Waschtrockners L99484HWD

Lesen Sie auch unsere Tests:


Hier der Testbericht:

Die Entscheidung für eine Waschmaschine mit dem Label A+++ fällt aus Gründen des Strom- und Wassersparens. Dabei bezieht sich das Label nur auf die Energieeffizienz des Eco-Programms. Der tatsächliche Verbrauch hängt von den Nutzergewohnheiten ab. Was das im Detail bedeutet, hat sich die Stiftung Warentest unter anderem angeschaut. Diesmal auf dem Prüfstand: fünf Waschmaschinen für 7 bis 8 Kilogramm ­Wäsche zu Preisen von 449 Euro (Candy) bis 1.429 Euro (Miele), dazu eine Baugleichheit. Vier Geräte lieferten ein ­„gutes“ Ge­samt­ergebnis, an eines vergaben die Tester ein „weniger zufriedenstellend“ (Siemens WM14Y54A). Bei Letzterem führten Probleme im Dauertest zur Abwertung.

Wie im letzten Wäschetrocknertest ( KONSUMENT 10/2015 ) angekündigt, informieren wir zusätzlich, wie der AEG Waschtrockner mit Wärmepumpe beim Waschen und im Dauertest abgeschnitten hat

Auf die Beladung kommt es an

Trotz ähnlicher Ergebnisse zeigen sich Unterschiede je nach Nutzung. Sie ergeben sich beispielsweise durch die Beladung der ­Maschine. In einer Studie der Universität Bonn gaben aber nur 7,5 Prozent der Befragten an, die Waschmaschine bis an die Grenze der Überladung mit Wäsche zu füllen. Bei halber Befüllung senken die meisten Maschinen im Test den Energieverbrauch auf 70 bis 80 Prozent des Stroms, den sie für eine volle Ladung benötigen. Anders bei AEG Lavamat und Siemens WM 16Y892: Die beiden halbieren den Verbrauch bei ­halber Wäschemenge.

Wassertemperatur: große Unterschiede

Einige Maschinen kommen im 60-Grad-EcoProgramm nicht annähernd auf diese Wasser­temperatur. Beim teureren der beiden Siemens-Geräte maßen die Tester nur 33,8 °C, den Niedrigrekord stellte mit 26,9 °C AEG auf. Für das Energielabel ist ausschlaggebend, dass die Geräte im Sparprogramm besonders wenig Strom verbrauchen. Da die Maschinen die meiste Energie fürs Aufheizen des Wassers benötigen, senken etliche Hersteller die Temperatur.

Ist mit niedrigerer Temperatur ein gutes Wasch­ergebnis möglich? Die Antwort ist ja. Sogar die AEG, die im 60-Grad-Energiesparprogramm nur auf rund 27 Grad kommt, säubert die Wäsche ordentlich. Flecken von Blut, Hautfett, Kakao, Öl und Rotwein entfernt sie vollständig. Laut Hersteller verbraucht die AEG nur die Hälfte der für das Label A+++ zulässigen Energiemenge. Das liegt unter anderem an Folgendem: Vor dem Waschen mischt die Maschine Wasser und Waschmittel und sprüht diese hochkonzentrierte Lauge in einem feinen Strahl auf die trockene Wäsche. Damit, so die Erklärung, wirkt das Waschmittel direkt. Sie schaffte als Einzige für Waschen, Spülen und Schleudern ein „gut“. Auch bei den anderen Testkandidaten wird die Wäsche im 60-Grad-Labelprogramm sauber. Fehlende Hitze ­gleichen die Geräte durch längere Laufzeiten aus. Die meisten Maschinen benötigen zwischen 3 und 3,5 Stunden. Die Candy braucht 2 Stunden 15 Minuten im 60-Grad-Labelprogramm.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
Miele WMH 120 WPS, Siemens WM16Y892, AEG LAVAMAT L79485FL, Candy GV 147 TC3, Siemens WM14Y54A, AEG L99484HWD

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Wertung: 3 von 5 Sternen
55 Stimmen

Kommentare

  • an: Hermelinchen Test, 1 Maschine
    von REDAKTION am 10.10.2016 um 15:50

    Den vorliegenden Test absolvierten sechs Waschmaschinen (inkl. einer Baugleichhheit). Die Präsentation der Ergebnisse des Waschtrockners AEG L99484HWD ist eine Ergänzung zum Wäschetrocknertest von 10/2015, bei dem zusätzlich 6 Wäschetrockner auf den Prüfstand kamen. Zum Erscheinungszeitpunkt der Oktober-Ausgabe 2015 lagen noch nicht alle Testergebnisse des Produktes vor. Aufgrund des ähnlichen Themas haben wir die kompletten Ergebnisse deshalb diesem Waschmaschinentest beigefügt.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • an: irmgard Waschmaschine
    von REDAKTION am 10.10.2016 um 15:49

    Sie haben recht. Damit eine Waschmaschine möglichst effizient arbeitet, ist es wichtig, das Gerät voll zu beladen. Die Bedienungsanleitung führt an, wie viel Wäsche bei den unterschiedlichen Programmarten in die Maschine passt. Der vorliegende Test informiert aber auch, wie sich die halbe Beladung auf Stromverbrauch, Wasserverbrauch, Dauer und das Waschergebnis auswirken. Die Verbrauchswerte Wasser, Strom und die Waschdauer finden Sie in unserer Tabelle unter dem Punkt Ausstattung.

    Ihr KONSUMENT-Team

  • Soll das ein Test sein oder der Witz desd Tages?
    von Hermelinchen am 04.10.2016 um 13:51
    1 Maschine und der Test ist fertig?
  • waschmaschine
    von irmgardp am 11.04.2016 um 15:27
    die neuesten maschinen sind alle für 7kg wäsche ausgelegt, als 2-personen-haushalt mit wenig wäsche braucht es lange, bis eine maschine voll beladen ist. muss ich also mit halber ladung waschen und ist das wirtschaftlich und umweltfreundlich? danke irmgard piesl
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