Kfz-Versicherung: Alterszuschläge

Alt und Jung zahlen mehr

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KONSUMENT 7/2016 veröffentlicht: 23.06.2016

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Junge, aber auch ältere Autolenker müssen mit zum Teil deutlich höheren Kfz-Versicherungsprämien rechnen. Umso mehr lohnt sich ein Vergleich.

Unfair, aber Tatsache: Führerscheinneulinge und Erst-Auto-Besitzer gelten als unkalkulierbare Raser, die gemächlichere Alterskohorte ab 70 hingegen als verkehrsbehindernde Schleicher. Die einen wollen mit den anderen auf der Straße möglichst wenig in Berührung geraten. Dabei hätten sie durchaus etwas gemeinsam: Werden sie doch bei der Kfz-Haftpflicht ganz unabhängig von ihrem tatsächlichen Fahrverhalten manchmal ziemlich zur Kasse gebeten.

Prämienhöhe für Neueinsteiger

Vor allem die jungen Neueinsteiger sind nicht bei jedem Versicherer willkommen. Speziell jene Anbieter, die sonst mit eher günstigen Tarifen punkten, winken bei Kundschaft unter 23 Jahren eher ab: Statistisch passieren in dieser Altersgruppe die meisten Unfälle. Mangelnde Fahrpraxis, Selbstüberschätzung, Alkohol und vor allem überhöhte Geschwindigkeit führen bei vielen Junglenkern dazu, dass sie in den ersten Jahren einen Schaden bauen.

Das bedeutet häufig eine Umstufung von Bonus-Malus-Stufe 09 auf 12 und eine massive Verteuerung der ohnedies meist schon hohen Prämie. Der größte heimische Kfz-Versicherer Generali beispielsweise verrechnet seinen jungen Kunden einen Zuschlag von 30 Prozent oder einen Selbstbehalt von 350 Euro pro Schaden.

Kündigung und zwangsweise Zuweisung

Kracht es in den Anfangsjahren mehrere Male hintereinander, ist die Kündigung durch den Versicherer gewiss. Lässt sich dann keine Versicherung mehr finden, erfolgt eine zwangsweise Zuweisung durch den Versicherungsverband – mit entsprechend happiger Prämie. Wer knapp bei Kasse ist, sollte dann besser ein Jahr Auszeit nehmen und sein Mobilitätsverhalten überdenken. Hat man ein Jahr lang kein Kfz angemeldet, kann man nämlich wieder in der Stufe 09 einsteigen.

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