Kfz-Versicherungen

Auf der Datenautobahn

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 30.08.2018, aktualisiert: 03.10.2018

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Die Kfz-Versicherer haben die Digi­talisierung für sich entdeckt. Damit Sie bei Schlagwörtern wie eCall und ­Telematiktarif nicht die Orientierung verlieren, haben wir die wichtigsten Trends genau unter die Lupe genommen.

Telematiktarif: Weniger Versicherungsprämie, mehr Überwachung - zahlt sich das aus? (Cartoon: Robert Scheifler/VKI) Rund 7 Millionen Fahrzeuge sind in Österreich zur Kfz-Haftpflichtversicherung an­gemeldet, und jedes Jahr werden es rund 2 Prozent mehr. Die Versicherer können ­zufrieden sein, denn das Prämienvolumen hat sich innerhalb von nur fünf Jahren von 2,9 (2012) auf 3,3 Milliarden Euro (2017) erhöht.

Hightech gut für Versicherungen

Dazu beigetragen hat neben einer starken Nachfrage nach Neuwagen die ­vermehrte Wahl von Vollkasko und nicht zuletzt die längere Behaltedauer des Kaskoschutzes. Das verwundert nicht: Die Zeiten, wo nach einem Unfall ein wenig Blech und Plastik zu reparieren war, sind vorbei. Autos werden immer mehr zu Hightech-Maschinen mit komplexen Elektronikteilen, vor allem Kameras und Sensoren. Das geht selbst bei leichten Havarien ins Geld – und wird daher gern länger versichert.

Prämien konstant

Die Prämien befinden sich nach Auskunft der Branche auf konstantem Niveau, ebenso konstant halten sich die gewaltigen Prämienunterschiede zwischen den Anbietern. Regelmäßiges Vergleichen ist also nach wie vor höchst angesagt – bei der Haftpflicht kann jährlich gewechselt werden, bei der Kasko je nach Vertrag nach längstens drei Jahren.

Umweltschutz bestimmt Kostenfaktor

Absehbar ist, dass sich technologische Entwicklungen, Umwelt- und Sicherheitsansprüche in den nächsten Jahren maßgeblich auf die Prämiengestaltung auswirken werden – zum Beispiel, indem klimaschonende Technik im Auto und eine umweltbewusste Fahrweise durch Rabatte belohnt werden. Ein Vorreiter dieses Trends ist der bereits seit einigen Jahren angebotene Klima- und Umweltbonus der Wiener Städtischen, der bei einem CO2-Ausstoß von weniger als 130 g/km wirksam wird und die Prämie um bis zu 20 Prozent reduziert. Bei Fahrzeugen mit alter­nativen Antrieben (Erdgas, Plug-in-Hybrid, elektrisch oder mit Wasserstoff) werden sogar 30 Prozent Rabatt wirksam.

Rabatte für umsichtiges Fahren

Wie das Auto immer mehr zur vernetzten Datenkrake wird, war bereits in Datenschutz: Vernetzte Autos 5/2018 Thema. Auch in der Kfz-Versicherungsbranche ist man sich der Möglichkeiten, die mit elektronischen Medien einhergehen, bewusst. Die Uniqa bietet bereits seit mehr als zehn Jahren den Tarif SafeLine an, der zunächst auf die Sicherheit fokussierte: Ein Crashsensor informiert die Einsatzkräfte und leitet sie zur Unfallstelle. 2016 wurde der Tarif um den Schwerpunkt "Prävention" erweitert: Wer während der Fahrt sein Handy nicht nutzt, kann bis zu 50 Prozent der Nettoprämie einsparen.

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