Autofinanzierung

Cash gewinnt immer

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KONSUMENT 10/2015 veröffentlicht: 24.09.2015, aktualisiert: 03.11.2015

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Trotz traumhaft niedriger Raten und überirdisch hoher Rabatte: Der Kauf eines Autos ist eine große Investition, die Bedacht und langfristige Planung voraussetzt.

Drei Neuwagen und fünf Gebrauchtwagen leisten sich unsere deutschen Nachbarn im Lauf ihres Lebens. Das hat der Verlag Motor Presse Stuttgart vor zwei Jahren erhoben. Und nach den österreichischen Neuzulassungs- und Gebrauchtwagenstatistiken dürften die Zahlen hierzulande ähnlich ge­lagert sein. Dabei handelt es sich natürlich um Durchschnittswerte pro Kopf, denn bei der Frage, wie oft der mobile Mensch ein neues Auto braucht, gibt es zwei Philoso­phien, die stark auseinanderdriften.

Bald wieder verkaufen

Die einen schwören darauf, ihr Auto nach drei bis fünf Jahren abzustoßen, weil dann der Wiederverkaufswert noch relativ hoch ist. Die anderen sind mit ihrem aktuellen Wagen so zufrieden, dass sie ihn zehn Jahre und länger fahren. Oder sie wollen bzw.­können sich nicht alle paar Jahre eine derart hohe Investition leisten und stecken ihr Geld lieber in andere Dinge.

Über 330.000 Euro für die Autos

Und an Geld kommt hier einiges zusammen: Über 330.000 Euro fallen durchschnittlich im Lauf eines Autofahrerlebens für das Fahrzeug an, heißt es in der deutschen Unter­suchung weiter. Nur die Hälfte davon entfällt auf die Anschaffungskosten; den anderen Teil machen Kraftstoff, Versicherung und Steuern, Garagenmiete oder -kauf, Pflege, Wartung und Ölwechsel, Verschleißteile und Reifen aus.

Alternativen zum Neuwagen

Auch das ist natürlich ein Durchschnittswert, der je nach der individuellen Nutzung stark abweichen kann. Und vor allem in Städten bieten sich immer mehr Alternativen zum eigenen Auto an (siehe KONSUMENT 9/2015, Thema Carsharing). Doch nicht jeder findet damit das Auslangen – und dann steht ein Autokauf an, der neben den vielen ­Fragen zu Aussehen, Größe, Spritverbrauch und Zweckmäßigkeit für viele Haushalte auch das Problem der Finanzierbarkeit aufwirft.

Mit Gebrauchtwagen gut bedient

Wer nicht unbedingt das neueste Modell ­haben muss, ist eventuell mit einem Gebrauchtwagen gut bedient. Hier sind allerdings oft Kompromisse bei Farbe und Ausstattung zu machen. Und der technische ­Zustand ist, besonders bei Käufen von privat, unbedingt zu überprüfen, am besten in einer Werkstatt.

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Wertung: 4 von 5 Sternen
16 Stimmen

Kommentare

  • PS.:
    von WB am 18.10.2015 um 10:59
    PS.: Die beschriebenen Aversion der Verkäufer gegen Barzahler habe ich bei Neuwagenkäufen bemerkt. Ich kann mir vorstellen, dass es sich beim Kauf eines Gebrauchtwagens anders verhält. Hier wird der Verkäufer sicherlich bestrebt sein, das Auto möglichst schnell vom Hof zu bekommen - nötigenfalls auch durch zusätzliche Zugeständnisse. Anträge auf Leasing oder Kredit würden das ja nur verzögern.
  • Barkauf
    von WB am 18.10.2015 um 10:47
    Meine Frau und ich kaufen unsere Autos immer vom Ersparten. Vor 10 bis 15 Jahren wurde man als Barzahler noch hofiert, weil für den Händler kein zusätzlicher Schreibkram oder Wartezeit bis zur Kreditfreigabe entstand. Bei den letzten Autokäufen, das letzte Mal vor 10 Monaten, wollte uns der Verkäufer unbedingt einen Kredit oder Leasingvertrag aufschwatzen, weil er uns dann noch einen zusätzlichen Rabatt geben könnte! Natürlich wäre uns das Auto trotz diesen "großzügigen zusätzlichen Rabatts" unter dem Strich teurer gekommen. Nur hätte eben der Verkäufer auch noch durch den Kredit- oder Leasingvertrag zusätzlich Provision von der Bank kassiert. Bessere Konditionen konnte ich durch die Barzahlung nicht verhandeln, da es dem Verkäufer, nach seiner Aussage, völlig egal wäre, ob er das Geld für das Auto von einem Sparkonto oder einem Kreditkonto erhalten würde!
Bild: VKI