Windows-Aktivierungsschlüssel

Lizenzbedingungen unbekannt

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KONSUMENT 8/2016 veröffentlicht: 28.07.2016

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"Im Internet werden gebrauchte Windows-7-Aktivierungsschlüssel günstig angeboten. Damit kann man eine kostenlos heruntergeladene Kopie des Betriebssystems aktivieren. Ist das legal?" - Leser fragen und unsere Experten antworten – hier Mag. Gernot Schönfeldinger.

Gernot Schönfeldinger (Bild: U. Romstorfer/VKI)
Mag. Gernot
Schönfeldinger

An sich ist das geschilderte Szenario nicht verboten, aber mit dem Risiko verbunden, das investierte Geld zu verlieren. Ein Aktivierungsschlüssel oder Product-Key ist nicht gleichzusetzen mit einem Lizenzvertrag, also der Berechtigung, die Software verwenden zu dürfen. Microsoft hat verschiedene Kontrollmechanismen zur Überprüfung der Lizenz. Ein Teil der online vertriebenen Keys wird schon beim Aktivierungsversuch zurückgewiesen, weil etwa eine unerlaubte Mehrfachnutzung festgestellt wird (das heißt, zumindest eine weitere Kopie des Betriebssystems, die mit demselben Schlüssel aktiviert wurde, ist trotz Weiterverkauf immer noch in Verwendung).

Nachträgliche Sperrung

Aber auch wenn sich die Kopie mit einem online erworbenen Key aktivieren lässt, bedeutet das nicht, dass man das Nutzungsrecht für dieses Programm besitzt, weil man die ursprünglich damit verknüpften Lizenzbedingungen nicht kennt. Rechtliche Folgen für Privatpersonen sind unwahrscheinlich, Aktivierungskeys können aber auch nachträglich von Microsoft gesperrt werden. Dann ist zwar das (illegale) Betriebssystem weiterhin verwendbar, jede Neuinstallation aber ausgeschlossen.


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