Bahntarife: von Österreich nach Deutschland

Zug um Zug

Seite 1 von 10

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 4/2017 veröffentlicht: 30.03.2017, aktualisiert: 27.04.2017

Inhalt

Die Preise für Bahntickets von Österreich nach Deutschland – und in andere Länder – können sogar für denselben Zug stark variieren. Es lohnt sich, die Angebote zu vergleichen. Denn online können Tickets oft auch beim Bahnunternehmen des Ziellandes gekauft werden.

„Traumreisen zu Traumpreisen“ – die ÖBB werben intensiv mit den „günstigen Sparschiene- Tickets, die preislich besonders attraktiv sind“. Das gilt für Sparschiene-Österreich- Tickets (ab 9 Euro) und für Reisen ins Ausland mit Sparschiene-Europa-Tickets ab 19 Euro.

Sparschiene- Europa-Tickets

Die ÖBB bieten laut eigener Website Sparschiene- Europa-Tickets für Reisen in 13 Länder an. Das sind preislich tolle Angebote, doch oft sind sie nicht (mehr) erhältlich. Davon sollte man sich nicht entmutigen lassen. Es gibt häufig günstige Alternativen.

Zu selten wird die Möglichkeit genutzt, sich auch auf der Website des Bahnunternehmens im Zielland ein Angebot für ein Online-Ticket machen zu lassen, um einen Preisvergleich zu haben.

Undurchschaubare Preise

Die KONSUMENT-Redaktion erreichen regelmäßig Mails verärgerter Bahnkunden, die ob der undurchschaubaren Preisgestaltung bei Bahntickets für Reisen ins Ausland völlig frustriert sind. Aber zu durchschauen ist hier ohnehin nichts, denn die Bahnen zeigen wenig Interesse daran, Licht ins Tarifdunkel zu bringen. Fragen zu Spartickets – etwa, wie viele es pro Zug gibt – werden von den ÖBB mit dem immer gleichen Hinweis abgeschmettert, dass man „keine Geschäftsgeheimnisse preisgeben könne“.

Vergleich ÖBB/Deutsche Bahn

Daher hat sich die KONSUMENT-Redaktion selber ein Bild gemacht und Online-Fahrpreise, etwa von den ÖBB und der Deutschen Bahn (DB), verglichen. Das Endergebnis sei schon hier verraten: Es lohnt sich, zu vergleichen. Die Preisunterschiede zwischen ÖBB- und DBTickets sind mitunter atemberaubend, sodass durch den Vergleich ordentlich Geld gespart werden kann.

In der Tabelle finden Sie:

Marke, Type, Produkte, Dienstleistungen
ÖBB, DB, ÖBB, DB, ÖBB, DB

Die folgenden Seiten dieses Artikels sind kostenpflichtig.

Falls Sie Abonnent sind, melden Sie sich bitte an:
 
Falls Sie kein Abonnent sind, wählen Sie bitte eine der folgenden Optionen:

KONSUMENT-Abo

52 Euro: 12 Hefte + Online-Zugang  Mehr dazu

KONSUMENT-Online-Abo

25 Euro: 12 Monate Online-Zugang  Mehr dazu

Online-Tageskarte

5 Euro: 24 Stunden Online-Zugang  Mehr dazu

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
8 Stimmen

Kommentare

  • Der Preis für "Geiz ist geil"
    von HansD am 29.04.2017 um 07:50
    Kommt der Frust mit den Webseiten der Verkehrsunternehmen nicht hauptsächlich von der Jagd nach „Schnäppchen“ und der sich in unseren Köpfen festgesetzten „Geiz ist geil“ Mentalität? Genau diese Schnäppchenjagd und der Geiz sind es ja, warum das sog. „Yieldmanagement“ zur Erlösmaximierung für die Unternehmen so gut funktioniert. Eigentlich ist es ein alter Hut, den ich vor Jahrzehnten in der kaufmännischen Berufsschule schon gelernt habe: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. „Halte die Verfügbarkeit knapp und der Kunde will das Produkt unbedingt haben. In der Hotellerie ist das seit jeher so. Hauptsaison ist massiv teurer als Nebensaison. Niemand regt sich auf oder verlangt ganzjährig gleiche Preise. Das Internet, vor allem aber das Smartphone machen vieles möglich, was noch vor wenigen Jahren undenkbar war. Nicht alles davon ist positiv. Sei´s drum. Wichtig ist nur, dass es alle Möglichkeiten von früher auch noch gibt und Schnäppchenjagd für die, denen es gefällt zusätzlich möglich ist. Dies alles gibt es sowohl bei der DB aber auch bei den ÖBB noch. Der Normalpreis und die reduzierten Vorteilstickets (eigentlich der Kinderpreis für Alle) gibt es ja nach wie vor. Neu hinzu gekommen sind Möglichkeiten, wie und wo ich mein Ticket kaufen kann. Noch vor wenigen Jahren musste man sich zu einem Bahnschalter während der Öffnungszeiten bemühen. Kleinere Schalter mussten internationale Fahrkarten bestellen und man musste zumeist ein paar Tage warten, bis die Fahrkarte mit der Dienstpost zum kleinen Dorfbahnhof gebracht wurde. Wir reden hier nicht von der Steinzeit, sondern noch von Mitte der 90er Jahre! Einzelne Reisebüros verkauften auch Fahrkarten. Das war´s. Heute habe ich die wichtigsten Fahrkartenschalter noch immer. Zusätzlich Automaten an denen ich die meisten Fahrkarten bekomme. Weiters eine ganze Auswahl von Internetseiten, auf denen ich meine Fahrkarten beziehen kann. Mit dem Smartphone habe ich im Grunde einen Ticketschalter in der Tasche. Jederzeit und überall verfügbar. Besser geht’s ja fast nicht. Wenn mich ein Onlineshop ärgert, dann kaufe ich dort einfach nichts mehr, sondern gehe in ein Geschäft und kaufe so zu sagen „analog“. Kein Problem. Wenn es ein paar Euro mehr kostet, habe ich mich damit zumindest von Frust und Ärger freigekauft. Das ein Ticketshop bei einer Fluglinie oder einer winzigen Lokalbahn, die nur acht oder neun Bahnhöfe bedient, einfach ist, ist ja auch keine Kunst. Wie viele (theoretische) Bahnhofskombinationen gibt es bei der Westbahn? 64! Die ÖBB betreiben ca. 1.100 Bahnhöfe und Haltestellen, ergibt ca. 1,2 Millionen (!) theoretische Relationen. Dazu kommen Tarife und Haltestellen der Verkehrsverbünde und natürlich tausende Ziele im Ausland. Nach Möglichkeit soll dann noch die ganze Preisvielfalt für alle Relationen gelten. Eine extrem komplizierte Sache einen derartigen Onlineshop zu programmieren. Selbst im Jahr 2017. Michael O´Leary, Gründer und Chef der Ryanair hat einmal auf Kritik an seiner verwinkelten und überladenen Homepage geantwortet: „Wer nicht fähig ist, sich durch eine Internetseite zu klicken, hat meine Preise nicht verdient. Soll er halt die Lufthansapreise bezahlen.“
  • Bahntarife DE - AT
    von ulrichbrossmann am 21.04.2017 um 22:27
    Ich kann Ihre Aussage, Buchungen bei den ÖBB wärem generell teurer, für die Strecke Graz-Stuttgart als Vielfahrer (zT auch 1 Kl.) nicht ganz nachvollziehen. Zumal das für jede einzelne Zugverbingung auf der selben Strecke unterschiedlich sein kann Generell möchte ich Ihre Empfehlung auch auf www.bahn.de zu schauen und buchen, nur unterstreichen, da dort das Angebot und vor Allem die Stormobedingungen und Vorbuchuchungsfrist (i.a. nur 1 Tag) oft günstiger sind. Fairerweise müßten aber einige Punkte mit aufgenommen werden: Salzburg-Frankfurt unterliegt bei Buchung bei der DB ausschließlich dem DB Tarif und den nationalen deutschen Sonderangeboten (Railpus mit VC nur bei Buchung ab einem ÖBB Bahnhof, der nicht der Stadtverkehrszone Salzburg gehört). Erwähnung des Normal/Flexpreises, auch mit VC. Mitberücksichtigung 1. Kl, für die Sparschiene und DB Sparpreise of überraschend günstig erhältlich sind. 2 Browserfenster/ Tabs am PC aufmachen sollte kein Hexenwerk sein.
  • Andere Ausdrucksweise
    von REDAKTION am 05.04.2017 um 10:35
    Ihren Ärger können wir gut nachvollziehen, wir bitten Sie aber trotzdem um eine angemessenere Ausdrucksweise. - Begründung finden Sie hier: https://blog.vki.at/article/b%C3%B6se-kommentare-vergiftete-artikel-anonymit%C3%A4t-im-internet Ihr KONSUMENT-Team
  • Der Ticket-Verkauf bei ÖBB ist und bleibt meistens ein Rätsel oder auch Verarschung !
    von Hueher am 02.04.2017 um 17:25
    Erstens, seit einem Jahr gibt es die neu gestaltete Internetseite und diese ist, pardon, eine Scheisse!! Die große Uhr darauf braucht niemand die stört nur, sucht man zB. Sparpreis, den findet man nicht, in der alten Version hat man sofort den Sparpreis gesehen, aber die ÖBB wollen Geld verdienen und verarschen den Kunden gewaltig.......... Nur wenn man sich sehr ausgiebig mit dieser Internetseite beschäftigt ( wer tut soetwas? ) und übt, blickt man etwas durch. Kurz gesagt typisch wieder einmal ÖBB wenn es um Kundendienst gehen sollte, nämlich Müll!! Anders bei der DB, dort ist klarer Überblick........ich kaufe meistens meine Fahrkarten bei der Deutschen Bahn ! Auch kann ich den Testern hier nur zustimmen, "wer suchet,der findet"!! Aber ist das der Zweck? Als Beispiel nehme ich jetzt einmal eine Fluglinie her wo man einen klaren Überblick hat wie bei Qatar-Airline, dort kaufe ich ein Flugticket in ruck-zuck 3 Minuten oder beim Flixbus auch, bei den ÖBB benötige ich mindestens 15-20 Minuten, wenn ich Glück habe. Muß das eigentlich sein? Wieso verwirren die ÖBB derartig das man eigentlich die Lust verliert per Online ein Ticket zu erstehen? Dann gehe ich direkt zum Bahnhof und kaufe mein Ticket dort, aber ist das der Sinn der Sache?? Noch ein Beispiel gefällig, was KUNDENFREUNDLICHKEIT bedeutet? Bei der "Westbahn" kaufe ich ruck-zuck das Ticket und sogar bis München, obwohl ich ab Salzburg mit einem Deutschen privaten Zug fahre...........es geht, aber NUR WENN MANN WILL, die ÖBB WOLLEN LEIDER NICHT !!!!
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo