Butter: große Vielfalt, geheimnisvolle Namen

Kommentar von Elisabeth Spanlang

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KONSUMENT 6/2017 veröffentlicht: 25.05.2017

Inhalt

Man muss nur einmal in einer größeren Supermarktfiliale Butter einkaufen, um zu erkennen: Der Markt ist mit Produkten buchstäblich vollgestellt. Jede größere Molkerei bietet nicht eine Butter an, sondern gleich mehrere. - Ein Intern von Redakteurin Elisabeth Spanlang.

Elisabeth Spanlang (Bild: U. Romstorfer/VKI)
E-Mail: Redakteurin
Elisabeth Spanlang

Große Vielfalt

Dazu kommen noch die vielen Eigenmarken des Handels. Um ihre Produkte an die Konsumenten zu bringen, müssen sich die Marketingabteilungen der milchverarbeitenden Betriebe daher einiges einfallen lassen. 

Drei Typen von Butter

Bei der Herstellung von Butter sind die Möglichkeiten begrenzt. Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter oder mild gesäuerte Butter – mehr geht leider nicht. Also her mit blumigen Bezeichnungen, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden. Manche Auslobungen begreift man als Kunde noch. Eine Heumilchbutter wird logischerweise aus Heumilch hergestellt und die kommt von Kühen, die Gras und Heu statt Silagefutter zu fressen bekommen. Bei der Fasslbutter wird jeweils ein Fass Rahm zu Butter verarbeitet. Dieses Fass sieht aber unter Garantie ganz anders aus als das auf manchen Packungen abgebildete Museumsstück.

Sommer- und Sonntagsbutter

In grauer Vorzeit war im Sommer erzeugte Butter aufgrund der Fettzusammensetzung der Milch besser streichfähig als im Winter hergestellte. Heute ist Butter ein standardisiertes Industrieprodukt. Sommerbutter ist inzwischen ein Markenname und wird daher zur Überraschung vieler Kunden das ganze Jahr über verkauft.

Und was kann man sich unter einer Sonntagsbutter vorstellen? Kommt sie von Kühen, die nur am Sonntag Milch geben? Schmeckt sie so außergewöhnlich, dass der Sonntag der einzig angemessene Tag dafür ist? Wir wissen es nicht.

Klartext

Was wir aber sehr wohl wissen, das ist, was tatsächlich in den schönen Verpackungen steckt. In unserem Test "Butter" 6/2017 können Sie die Wahrheit über 23 getestete Buttermarken nachlesen. Darunter sind nicht nur Produkte aus Österreich. In den Geschäften wird nämlich auch deutsche Butter verkauft. Ebenfalls im Test: Kerrygold aus Irland. Diese Butter kommt in tiefgekühlten 25-Kilo-Blöcken mit dem Schiff nach Amsterdam. Nach dem Umladen in große Kühllastwagen geht die Reise weiter nach Nordrhein-Westfalen. Dort angekommen, wird die Butter aufgetaut, nochmals geknetet, portioniert und verpackt. Wer sie kauft, nimmt ein Produkt mit nach Hause, das eine Reise von mindestens zweitausend Kilometern hinter sich hat und aus dem Tiefkühler kommt.

Lassen Sie sich überraschen

Dass das nicht immer gut geht, lässt sich in unserer Testtabelle nachlesen. Außerdem finden Sie viele Rundum-Infos zur Herstellung von Butter, zu ihren Inhaltstoffen und dazu, wie gesund sie ist. Und natürlich beantworten wir die Frage, ob Sie sich besser Butter oder Margarine aufs Brot streichen. Lassen Sie sich überraschen: Test: Butter 6/2017

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