KONSUMENT.AT - Fehlgriff im Milchregal - Kommentar: Was heißt hier frisch?

Fehlgriff im Milchregal

Vollmilch oder länger frisch?

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KONSUMENT 5/2019 veröffentlicht: 25.04.2019, aktualisiert: 24.11.2017

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Kommentar: Was heißt hier frisch?

„Ganz schnell noch Milch kaufen!“ Kein Problem, oder? Doch ob in einer Packung frische oder ESL-Milch drin ist, ist im Geschäft nicht immer einfach zu erkennen. - Ein "Aufgespießt" von Konsument-Chefredakteur Gerhard Früholz.“ 

KONSUMENT-Chefredakteur Gerhard Früholz (Bild: U. Romstorfer/VKI)
E-Mail: Chefredakteur
Gerhard Früholz

Selbst kurz vor Ladenschluss ist das Regal im Supermarkt voll und die Auswahl groß. Aber wo sind jetzt die Halbliterpackungen? Fehlanzeige – wie so oft. Die gibt es nicht oder sie sind ausverkauft. Also gut, dann eben doch gleich einen Liter.

Glasflasche "Bio-Vollmilch"

Mein Blick fällt auf eine mir bis dato unbekannte Glasflasche: „Bio-Vollmilch“, „Die gute tägliche Milch“. Klingt gut, das gefällt mir! Ich habe das Gefühl, auch in der Eile einen guten Griff gemacht zu haben. Weil soeben unser Milch-Test fertiggestellt wurde, schau ich mir dann zu Hause das Etikett auf der Rückseite genauer an. Da steht´s, ganz klein: "länger frisch, hocherhitzt“. Ich hatte mir eigentlich etwas anderes erwartet.

"Hocherhitzt" und "länger frisch"

Gegenprobe bei einem Lebensmitteldiskonter: Dort gibt es neuerdings ebenfalls Milch in einer Glasflasche. „Bio“ und „Bergbauern-Milch“ stechen mir ins Auge. Doch auch hier entdecke ich bei genauerem Hinsehen: „hocherhitzt“ und „länger frisch“. Länger haltbare Milch sei eben der Wunsch der Konsumenten, versichern Handel und Produzenten unisono. Aha, warum wird dann die Erfüllung dieses Wunsches auf dem Etikett so versteckt? Auf der Vorderseite lese ich hingegen noch "pfandfrei". Das klingt immerhin besser als "keine Pfandflasche". Also aufgepasst beim Milchregal! Sonst geht es Ihnen wie mir und auch Sie sind dann – vielleicht etwas sauer.

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