Zimt, Sternanis, Kardamom & Co

Weihnachtsduft

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KONSUMENT 12/2018 veröffentlicht: 22.11.2018

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Was wäre die Weihnachtszeit ohne Kekse, Glühwein, Lebkuchen und Punsch – mit den richtigen Gewürzen.

Verführerisch duften die Köstlichkeiten und machen sie solcherart unwiderstehlich. Es heißt zwar „Äpfel, Nuss und Mandelkern essen fromme Kinder gern“, doch so richtig festlich wird Weihnachten seit alters her erst mit Aromen wie Zimt, Gewürznelken, Kardamom, Sternanis oder Piment. 

Zarte Prise für himmlischen Genuss

Sie alle stammen aus fernen Landen, waren dadurch entsprechend kostbar und somit Wohlhabenden oder eben speziellen Festlichkeiten vorbehalten. Auch heute noch hat so manches Gewürz einen Kilopreis von hundert Euro und mehr. Aber die meisten sind hocharomatisch und es reicht oft eine zarte Prise für himmlische Genüsse. Wir haben uns für Sie die wichtigsten Gewürze für die Weihnachtszeit angesehen und auch, wie sie rund ums Jahr eingesetzt werden können. 


Zimt 

Geerntet wird die Rinde des Baumes, der zu den Lorbeergewächsen gehört. Besonders verbreitet ist der intensiv Außer in Keksen, Lebkuchen, Punsch oder Glühwein kommt Zimt in zahlreichen Gewürzmischungen wie Garam Masala oder Ras el-Hanout vor. (Bild: Oliver Hoffmann/shutterstock.com) würzige, bisweilen aufdringliche Cassiazimt (Cinnamomum cassia). Es lohnt sich, gezielt nach dem feinmilden Ceylonzimt (Cinnamomum zeylanicum) Ausschau zu halten. Das vor allem im Cassiazimt enthaltene Cumarin kann zu Leberschädigungen führen.

Für kleinere Kinder sollte bei etwa sechs Zimtsternen oder 100 g Lebkuchen pro Tag Schluss sein, Erwachsene sollten bei 24 Zimtsternen aufhören. Immer vorausgesetzt, es werden keine anderen cumarinhaltigen Speisen konsumiert. Außer in Keksen, Lebkuchen, Punsch oder Glühwein kommt Zimt in zahlreichen Gewürzmischungen wie Garam Masala oder Ras el-Hanout vor.

Gewürznelken (Syzygium aromaticum) 

Gewürznelken sind die getrockneten Knospen des Gewürznelkenbaumes aus der Familie der Myrtengewächse. Die stiftförmigen „Nägelein“ enthalten bis zu 15 Prozent ätherische Öle, darunter Eugenol, das auch in Zimt vorkommt. Frische Nelken fühlen sich daher leicht fettig an. Der Geschmack ist süßlich, leicht scharf, intensiv, leicht zimtig. Besonders fein ist das Aroma des Nelkenkopfes, die Stängel schmecken bitter. (Bild: Pairoj Sroyngern/shutterstock.com) Besonders fein ist das Aroma des Nelkenkopfes, die Stängel schmecken bitter. Aufgrund der betäubenden Wirkung von Eugenol werden Nelken oder Nelkenöl traditionell gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum bzw. gegen Hals- oder Zahnschmerzen eingesetzt. Nelken eignen sich besonders zur Verfeinerung von Lebkuchen, Glühwein, Punsch oder Feuerzangenbowle und sind oft in Obstgerichten wie Zwetschkenröster oder Apfelkompott zu finden. In pikanten Gerichten sind sie oft Bestandteil von Gewürzmischungen, etwa dem nordafrikanischen Ras el-Hanout, dem Fünf-Gewürze-Pulver, von Garam Masala, Curry oder Worcestershiresauce. 

 

Piment (Pimenta dioica)

Geschmack: pfeffrig, mit Anklängen von Gewürznelken, Zimt und Muskat. (Bild: Moving Moment/shutterstock.com) Der Pimentbaum gehört zur Familie der Myrtengewächse. Die getrockneten Beeren sind unter vielen Bezeichnungen bekannt: Nelkenpfeffer, Jamaikapfeffer, Neugewürz oder Viergewürz. Die Namen verraten schon den Geschmack: pfeffrig, mit Anklängen von Gewürznelken, Zimt und Muskat.

In der Adventzeit gibt Piment Lebkuchen und Bratapfel, Früchtebrot und Glühwein eine wunderbar würzige Note. Gemeinsam mit Wacholder und Lorbeer wird Piment häufig für Wildgerichte verwendet, aber auch für Lamm oder Sauerkraut. Grüner Kardamom (Elettaria cardamomum). Der Geschmack ist leicht blumig, ein wenig scharf, süßlich, mit einem Hauch Eukalyptus.
 

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