KONSUMENT.AT - Flugbuchungen: Beschwerden über Plattformen - "Service Fee" und "Buchungs­gebühr"

Flugbuchungen: Beschwerden über Plattformen

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KONSUMENT 10/2019 veröffentlicht: 19.09.2019

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Im Europäischen Verbraucherzentrum (EVZ) häufen sich die Beschwerden über Buchungsplattformen. Die Hitliste der 10 größten Ärgernisse und die Konsequenzen daraus.

Fluggastrechte: Antworten auf aktuelle Fragen;  eviart/Shutterstock.com/ W; unsplash

1. Buchungsvorgang abgebrochen – Risiko Doppelbuchung: Oft wird uns berichtet, dass die Website des Online-Reisebüros „abstürzte“ oder eine Fehlermeldung den Buchungsvorgang unterbrochen hat. Wer dann deswegen noch eine Buchung vornimmt, steht mitunter vor dem Problem, dass der ursprüngliche Buchungsversuch trotz Fehlermeldung erfolgreich war und die Buchungsbestätigung im Spam-Ordner gelandet ist. Dann steht man plötzlich mit zwei Tickets da und es ist schwierig, eine der Buchungen kostenfrei zu stornieren.

2. Achtung! Buchungsanfrage oder Buchungsbestätigung? Eine Online-Buchungsplattform ist ein Vermittler. Der angefragte Flug muss oft erst für Sie bei der Airline angefragt bzw. gebucht werden. Sie erhalten dann zunächst nur die Bestätigung Ihrer Buchungsanfrage. Das ist noch keine verbindliche Zusage! Ist der gewünschte Tarif doch nicht mehr verfügbar, schickt man Ihnen in weiterer Folge keine Buchungsbestätigung, sondern Vorschläge für teurere Tickets oder Tickets zu anderen Uhrzeiten. Fazit: Solange Sie keine ausdrückliche Buchungsbestätigung erhalten, können Sie nicht darauf vertrauen, dass ein Platz am angefragten Flug für Sie bei der Airline gebucht wurde.

3. Ticketpreis ungewollt rückerstattet: Noch tückischer ist dieser Fall, wenn der Reisepreis sofort von Ihrem Konto abgebucht bzw. überwiesen wurde. Dann geht man ja eigentlich davon aus, dass die Buchung – unabhängig von einer Buchungsbestätigung – geklappt hat. Bei der Zahlungsmethode „Sofortüberweisung“ ist das besonders brisant. Ist der Flug bei der Airline nicht mehr verfügbar, erstattet das Online-Reisebüro den Ticketpreis zurück. Diese Information wird nach unseren Erfahrungen aber nicht immer an den Kunden weitergegeben. Die böse Über­raschung erfolgt dann beim (vergeblichen) Versuch, einzuchecken.

4. "Service Fee" und "Buchungs­gebühr": Online-Vermittler sind erfinderisch bei der Verrechnung von Zusatzgebühren. Zu dem nach der ersten Suche angezeigten Preis kommen normalerweise noch Gebühren hinzu. Und die können beträchtlich sein! Die Phantasie der Anbieter kennt da kaum Grenzen. Da heißt es aufpassen, denn diese Gebühren werden oft erst im letzten Buchungsschritt ausgewiesen. Pech gehabt, wenn man unaufmerksam war und erst bei Erhalt der Buchungsbestätigung entdeckt, dass sich der ursprünglich angezeigte Preis durch mitunter horrende Gebühren deutlich erhöht hat.

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Kommentare

  • Buchungsplattformen
    von timmy_30 am 08.10.2019 um 21:27
    Ich buche und fliege sehr viel, hatte bisher aber noch nie Probleme. Ich nutzte Buchungsplattformen nur als Vergleich, buchen tu ich aber immer direkt bei der Fluglinie, und hier vermeide ich auch Billigfluglinien, denn gespart wird hoffentlich nicht bei der Sicherheit, aber sicher beim Service. Ich kann hier nur großes Lob an Austrian, Lufthansa oder auch Quatar sagen. Leider schauen viele beim Buchen in erster Linie auf den Preis und hier liegt der Fehler.