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Ahnenforschung: Der zweite Weltkrieg

Tipps für die Spurensuche

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KONSUMENT 10/2021 veröffentlicht: 16.09.2021

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Wer sich mit der Geschichte seiner Familie beschäftigt, wird – auf die eine oder andere Weise – mit der Zeit des Zweiten Weltkrieges konfrontiert. Wir geben Tipps für die Spurensuche. Die Entdeckungen dabei können schmerzhaft sein.

Gehsteig, auf dem 2 goldfarbene Erinnerungstafeln mit Aufschrift platziert sind. (Bild: Lunghammer/Shutterstock.com)

 

Im Judentum spielt Genealogie eine wichtige Rolle, Hintergrund ist die lange Verfolgungs- und Vertreibungsgeschichte. In Wien stellt die  Isrealitische Kultusgemeinde (IKG)  die gesammelten Matriken jedem Interessierten zur Verfügung. Die Bücher sind zwar digitalisiert, aber nur nach persönlicher ­Anmeldung im Archiv einzusehen. Die Qualität der Digitalisate ist sehr gut, man findet sich im Archiv schnell zurecht. Für die Benutzung und die Anfertigung von Kopien wird eine Gebühr verrechnet.

Datenbank Familysearch: mit über 200.000 Datensätzen

Ein Teil dieser Dokumente ist aber auch frei zugänglich, nämlich über die Genealogiedatenbank Familysearch . Zur weiteren Recherche empfiehlt sich das Findbuch  (ein Projekt des Nationalfonds der Republik Österreich ). Hier wurden zahlreiche Links zu ­Internetseiten zusammengetragen, die NS-Opfern und ihren Angehörigen die Suche erleichtern sollen. Auf dem Portal finden sich weit über 200.000 Datensätze von ­Archivbeständen, unter anderem auch zu NS-Vermögensentziehungen und öster­reichischen Restitutions- und Entschädigungsmaßnahmen.

Holocaust

In der zentralen Datenbank für Holo­caust-Opfer Yad Vashem finden sich die Namen von 4.800.000 Jüdinnen und Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Seite gibt es seit dem Jahr 2004, sie kann auf Deutsch aufgerufen werden. In Deutschland ist vor allem das Zentral­archiv   zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland eine wichtige Quelle. Zahlreiche Dokumente wie Personenstandsregister, aber auch diverse Protokolle sind bereits auf Mikrofilm digitalisiert und einsehbar.

Hilfe bei der Forschung

Für weitere Recherchen muss ein Nutzungsantrag gestellt werden. Auch der Internationaler Suchdienst bietet auf seiner Homepage zahlreiche Tools an, die bei der Forschung helfen können. Das geht von der Geschichte der Konzentrationslager über die polizeiliche Verfolgung und Deportation der jüdischen Bevölkerung bis hin zur Versorgung und Unterstützung der ­Displaced Persons nach 1945. Nach­gezeichnet werden Emigrationswege, es gibt Informationen zu Entschädigung und Restitution.


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