Sky-TV: Vertrag beendet, Kunden gefrotzelt

Kein Empfang, Bäume zu hoch

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KONSUMENT 6/2016 veröffentlicht: 25.05.2016

Inhalt

"Hinter den Vorhang" schicken wir Unternehmen, die nicht sehr entgegenkommend waren oder nur wenig Kulanz zeigten. - In diesem Fall geht es um Sky-TV: Weil kein Empfang mehr war, wollte ein Kunde aussteigen, aber Sky hielt ihn fast ein halbes Jahr hin.

Bäume zu hoch

Vier Jahre lang hatte Herr Reinbacher via Satellit das Pay-TV-Angebot von Sky genutzt. Dann war es im September letzten Jahres mit dem Empfang vorbei, weil die Bäume auf dem Nachbargrundstück zu groß geworden waren. Weiterer Satellitenempfang war aufgrund der baulichen Situation für Herrn Reinbacher ausgeschlossen. Dies teilte er Sky mit, um vorzeitig aus dem Vertrag aussteigen zu können. Andernfalls hätte er noch sechs Monate lang Gebühren zahlen müssen.

Mail und Anruf: Sky reagiert nicht

Allerdings: Da es laut Hotline im betroffenen Wohngebiet nicht möglich war, einen hauseigenen Techniker vorbeizuschicken, forderte Sky die Bestätigung durch einen Sat-Techniker, den Herr Reinbacher beauftragen (und bezahlen) musste. Er tat wie verlangt, sandte alles per E-Mail, erhielt aber keine Antwort. Es folgten drei Telefonate mit der Hotline, in denen es (nach 22, 15 bzw. 12 Minuten in der Warteschleife) jeweils hieß, die E-Mail sei noch nicht bearbeitet, aber man werde sich darum kümmern.

Kunde stoppt Zahlung, Sky reagiert

Mittlerweile war es Ende Oktober geworden und Herr Reinbacher schrieb eine weitere E-Mail mit der Information, dass er den Einziehungsauftrag gelöscht habe und um Rückmeldung bitte. Noch am selben Tag erhielt er einen Anruf aus Deutschland. Eine Mitarbeiterin erkundigte sich, warum er Sky verlassen wolle, zeigte dann Verständnis und erklärte, dass der Vertrag per sofort beendet sei. Der Bitte nach einer schriftlichen Bestätigung kam sie nicht nach. Dafür trudelte per Post eine Mahnung ein, weil die Gebühr für November nicht eingezogen werden konnte. Also griff Herr Reinbacher erneut zum Telefon, um nach 15 Minuten Warteschleife zu erfahren, dass seine erste E-Mail noch nicht bearbeitet worden sei.

Bitte warten

Wie die Dame aus Deutschland dann die Kündigung telefonisch bestätigen konnte, wusste man nicht, versprach aber einen Rückruf – der nicht stattfand. Am nächsten Tag: neuerliches Telefonat, nach nur drei Minuten Warteschleife. Die E-Mail sei noch nicht bearbeitet worden, aber man werde einen Sky-Techniker zur Prüfung des Falles schicken. Kurz darauf wurde das Gespräch unterbrochen. Herr Reinbacher fühlte sich, gelinde gesagt, gefrotzelt.

Mahnung, Anwalt, VKI-Urgenz

Um die Sache abzukürzen: Drei weitere Mahnungen, ein Anwaltsschreiben seitens der Rechtsschutzversicherung und vier VKI-Urgenzen später ging die außerordentliche Kündigung unter Stornierung sämtlicher aufgelaufener Kosten endlich durch. Man schrieb Anfang Februar 2016. Erklärung für die Verzögerung gab es keine, aber vielleicht hat Sky die ja in den Himmel geschrieben?

Der Name des betroffenen Konsumenten wurde von der Redaktion geändert.

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