Blutbefund

Aufschlussreiche Einblicke

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KONSUMENT 4/2016 veröffentlicht: 23.03.2016

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Der rote Körpersaft ist bei vielen Diagnosen das Um und Auf: entweder als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen oder um einen Verdacht abzuklären.

Wasser, rote und weiße Blutkörperchen, Blutplättchen, Eiweiße und Säuren, ein wenig Fett, Zucker und Salz – das sind die Ingredienzen, aus denen sich das menschliche Blut zusammensetzt. Rund fünf Liter dieser hochkomplexen Mischung kreisen ständig im Körper von Erwachsenen und beliefern sämtliche Organe und Gewebe mit Sauerstoff und Nährstoffen.

Auch Hormone, Abwehrstoffe und Medikamente gelangen auf diesem Weg an die Stelle, wo sie wirken sollen. Gleichzeitig sorgen die Blutzellen für den Abtransport von Abfallprodukten wie Kohlendioxid und Giftstoffen zur Ausscheidung über Leber, Nieren und Lungen. Ständig im Fluss, durchdringt das Blut sämtliche Bereiche unseres Körpers und lässt so vielerlei Rückschlüsse auf unser körperliches Befinden zu.

Arzt oder spezialisiertes Labor

Aus diesem Grund zählt die Analyse von Blut zum unerlässlichen Standard bei Vorsorgeuntersuchungen. Außerdem kann sie dem Arzt bei unklaren Beschwerden erste Hinweise auf eine Diagnose liefern oder bei konkreten Symptomen eine Diagnose untermauern.

Ob die Blutabnahme in der Ordination des Arztes oder in einem darauf spezialisierten Labor vorgenommen wird, spielt für das Resultat üblicherweise keine Rolle. Wichtig für den Patienten ist aber, genug Zeit dafür einzuplanen und nicht abgehetzt zur Blutabnahme zu erscheinen.

Einflüsse auf die Blutwerte

Hektik und Stress, aber auch eine fordernde Fitnesseinheit oder die Ernährung können sich auf das Blutbild auswirken und die Werte kurzfristig erhöhen. Daher gelten für Blutabnahmen ein paar Regeln, die unbedingt eingehalten werden sollten: Nicht bei allen Untersuchungen, aber sehr oft sollte für morgendliche Blutabnahmen am Vorabend nur noch bis 20 Uhr gegessen werden und danach sollten nur noch alkoholfreie, ungezuckerte Getränke konsumiert werden, am besten Tee und Wasser.

Durch Alkoholgenuss können zum Beispiel Blutzucker-, Harnsäure- und Triglyzeridwerte verändert sein. Auch scheinbar "harmlose" Medikamente wie Nahrungsergänzungsmittel, Schlankmacher, Pflanzen- oder Hormonpräparate können die Werte verfälschen; ebenso Nikotin und Frühsport.

Körperliche Belastung etwa kann zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen oder die Zahl der roten Blutkörperchen verändern. Fragen Sie den Arzt, der die Blutabnahme anordnet, was Sie in Ihrem Fall beachten müssen.

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Kommentare

  • Blutsenkung
    von erichwolf am 26.03.2016 um 16:53
    Mir erscheinen 200 ml Blut für eine Blutsenkung viel zu viel - kann es sein, dass es 2 ml heißen sollte?
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo