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Corona-Impfung: FAQ

Zulassung, Wirksamkeit, Impfstoffarten

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KONSUMENT 3/2021 veröffentlicht: 25.01.2021

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Die Impfstoffe gegen COVID-19 wurden außergewöhnlich rasch entwickelt und zugelassen. Viele Menschen sind unsicher, ob sie sich impfen lassen sollen oder nicht. Unsere Partner von medizin-transparent.at haben recherchiert, wir geben Antworten auf wichtige Fragen.

Bild: siam.pukkato / Shutterstock.com

Ist die Corona-Schutzimpfung unsicherer als andere Impfungen?

Nein. Wie alle Medikamente wurden auch die Corona-Impfstoffe vor ihrer Zulassung streng auf ihre Sicherheit hin geprüft. Die Herstellerfirmen haben alle notwendigen Studien genauso durchgeführt, wie das sonst immer der Fall ist.

Warum verlief die Entwicklung so schnell?

Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffes bis zu 15 Jahre. Dass alles so schnell ging, liegt vor allem daran, dass für die Entwicklung der Corona-Impfung sehr viel Geld investiert wurde. So konnten einige Schritte bei der Zulassung parallel ablaufen, statt wie üblich nacheinander. Das war teuer, sparte aber wertvolle Zeit. Zudem flossen Erkenntnisse aus der Forschung zum im Jahr 2002 aufgetretenen SARS-Virus ein, einem nahen Verwandten des neuen Coronavirus.

Wurde das Zulassungsverfahren beschleunigt?

Ja. Sobald die Herstellerfirmen neue Studienergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Corona-Impfstoffe vorlegen konnten, wurden diese von den unabhängigen Zulassungsbehörden immer sofort begutachtet. Das beschleunigte den Prozess, der sonst Jahre dauert.

Den Impfstoffen wurde dabei eine bedingte Zulassung erteilt. Was hat es damit auf sich?

Die schnellere, bedingte Zulassung wurde gewählt, weil es sich bei COVID-19 um eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung handelt, für die es zum Zeitpunkt der Zulassung keine verlässlich wirksamen Behandlungsmöglichkeiten gab. Den Herstellerfirmen wurden dabei allerdings strengere Bedingungen als üblich gestellt. Sie wurden dazu verpflichtet, mindestens zwei Jahre lang laufend neu gewonnene Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung vorzulegen. Das soll unter anderem sicherstellen, dass auch sehr selten auftretende Nebenwirkungen erfasst werden. Die Langzeitbeobachtungen liefern zudem weiterführende Erkenntnisse, wie lange der Impfschutz nach der Impfung anhält.

Welche unerwünschte Wirkungen traten in Zusammenhang mit der Corona-Impfung auf?

Nach der Corona-Impfung, sowohl mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer als auch mit dem von Moderna Biotech, berichten viele über Schmerzen, Schwellungen oder Rötungen an der Einstichstelle. Derartige Reaktionen treten auch bei anderen Impfungen häufig auf. Auch leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind übliche unerwünschte Wirkungen. In der Regel sind bis zu neun von zehn Geimpften von irgendeiner dieser Reaktionen betroffen. - Sehen Sie auch dieses Video: Robert Koch Institut: Wirkweise und Risiken der mRNA-Impfstoffe gegen COVID19

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