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Medikamente: Wechsel- und Menstruationsbeschwerden

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Konsument 3/2010 veröffentlicht: 28.01.2010

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Ärztliche Untersuchung notwendig

Ausgewogene Ernährung und Bewegung alleine reichen allerdings nicht immer aus, um die Beschwerden zu lindern bzw. ihr Auftreten zu verhindern.

Bei etwa einem Drittel der Frauen verläuft das Klimakte­rium beschwerdefrei, bei einem weiteren Drittel halten sich die Beschwerden in Grenzen und es wird keine medizinische Hilfe in Anspruch genommen. Rund ein Drittel aller Betroffenen leiden stark unter den Wechseljahren, doch nur etwa jede zehnte Frau im Klimakterium sucht einen Arzt auf. Dabei können bestimmte Symp­tome durch die Einnahme entsprechender Medikamente gemildert werden.

Vorteile und Risiken abwägen 

Welche Therapie bei den auftretenden Beschwerden Sinn macht, kann allerdings nur auf Basis einer sorgfältigen ärztlichen Unter­suchung entschieden werden. Ebenso sorgfältig sollte bei der Wahl der Ärztin bzw. des ­Arztes vorgegangen werden.

Vielfach wird immer noch allzu bedenkenlos eine konservative Hormontherapie verschrieben. Diese kann unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll und not­wendig sein, hat jedoch auch gravierende Nach­teile und birgt gesundheitliche Risiken. ­Damit die Patientin Vor- und Nachteile der Behandlung abschätzen kann, ist eine ­genaue Aufklärung unverzichtbar.

Tendenz zur Selbstmedikation

Bei jenen Frauen, die unter starken Beschwerden leiden, führt oftmals der erste Weg in die Apotheke, um ein pflanzliches Arzneimittel zur Selbstbehandlung zu erwerben. Derartige Phytopharmaka erfreuen sich nicht zuletzt aufgrund ihrer vermeintlichen geringen Nebenwirkungen großer Beliebtheit. Auch bei der Behandlung von Menopause-Beschwerden, prämenstruellem Syndrom und Zyklusstörungen werden einige Präparate häufig angewendet.

Elf Medikamente im Test

Wir haben uns elf dieser Mittel (zwei rezeptpflichtige und neun rezeptfreie) näher angeschaut.

Bei den getesteten Arzneimitteln handelt es sich um sechs Monopräparate mit Extrakten des Traubensilberkerzenwurzelstocks (Radix Cimicifugae) zur Behandlung von Beschwerden während der Wechseljahre, ein Kombinationspräparat aus Cimicifugawurzelstock und Johanniskraut (Refeminin plus Dragees) sowie zwei Teemischungen (Mag. Kottas Kräuter­express Wechseltee und Wechseltee St. Severin).

Ebenfalls begutachtet haben wir die beiden zur Behandlung von Zyklusstörungen zugelassenen Präparate Agnucaston Filmtabletten und Dr. Böhm Mönchspfeffer 4 mg Filmtabletten.

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Kommentare

  • Cimicifuga
    von EMW am 20.03.2010 um 09:48
    Habe so ein Präparat eta 2 Jahre genommen, dabei fast dauernd Druck in der Lebergegend, sowie nach einiger Zeit ständiges Jucken am Rücken verspürt.Da es mir trotzdem sehr geholfen aht, habe ich es noch einige Zeit weiter genommen.Die genannten Beschwerden verschwanden nach kurzer Zeit mit Absetzen des Präparates zur Gänze.