Trinkwasser: Leitung oder Brunnen

Alles unter Kontrolle?

Seite 1 von 4

Nächsten Inhalt anzeigen
KONSUMENT 11/2015 veröffentlicht: 29.10.2015

Inhalt

Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung wird in Österreich regelmäßig kontrolliert. Doch wer Wasser aus dem eigenem Hausbrunnen schöpft oder die Wasserqualität in der ­Hauswasserleitung überprüfen will, muss sich darum selbst kümmern.

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebens­mittel. Rund 92 Prozent der Personen in Österreich beziehen ihr Trinkwasser aus der öffentlichen Wasserversorgung. Hier ist die regelmäßige Kontrolle des Trinkwassers streng geregelt.

Stufenkontrolle zur Qualitätskontrolle

Jedes Wasserversorgungsunternehmen ist verpflichtet, mit regelmäßigen Untersuchungen – bakteriologisch, physikalisch und chemisch – zu überprüfen, ob das gelieferte Trinkwasser den in der Trinkwasserver­ordnung und im österreichischen Lebens­mittel­buch Codex-Kapitel B 1 „Trinkwasser“ festgelegten Qualitätsanforderungen entspricht. Es wird eine Stufenkontrolle im ­gesamten System vorgenommen, von der Gewinnung über eine allfällige Aufbereitung, die Speicherung und Verteilung bis zur Ab­gabe an den Endverbraucher.

Wasser: bestkontrolliertes Lebensmittel

Grundsätzlich gilt: Je größer die entnom­mene Wassermenge und die Anzahl der versorgten Personen, umso öfter wird (gleichmäßig übers Jahr verteilt) untersucht. Die Anzahl der Wasserproben, die bei öffentlichen Wasserversorgungsanlagen pro Jahr untersucht werden müssen, wird für jede Anlage individuell festgelegt. Auch kleine Wasserversorgungsunternehmen müssen ihr Wasser mindestens einmal jährlich untersuchen lassen. Trinkwasser aus der Leitung gilt daher zu Recht als eines der bestkontrollierten Lebensmittel.

Mitteilung der Untersuchungsergebnisse

Die Wasserkunden müssen über die Werte der zentralen Parameter ihres Trinkwassers – Nitrat, pH-Wert, Gesamthärte und Car­bonat­härte, Kalium, Calcium, Magnesium, Natrium, Chlorid, Sulfat, gegebenenfalls ­Pestizide – informiert werden: Allen Haus­halten, die Wasser aus dem öffentlichen Wasser­netz beziehen, ist das Untersuchungsergebnis einmal jährlich in geeigneter Weise mitzuteilen, etwa mit der Wasserabrechnung, in der Gemeindezeitung oder durch Aushang im Wohnhaus. Problematisch dabei: Für Inhalt und Art der Veröffentlichung bleibt viel Spielraum. Entsprechend stark ­variieren Informationswert und tatsächliche Zugänglichkeit der Untersuchungsergeb­nisse.


Lesen Sie auch Folgendes zum Thema Wasser:

Die folgenden Seiten dieses Artikels sind kostenpflichtig.

Falls Sie Abonnent sind, melden Sie sich bitte an:
 
Falls Sie kein Abonnent sind, wählen Sie bitte eine der folgenden Optionen:

KONSUMENT-Abo

52 Euro: 12 Hefte + Online-Zugang  Mehr dazu

KONSUMENT-Online-Abo

25 Euro: 12 Monate Online-Zugang  Mehr dazu

Online-Tageskarte

5 Euro: 24 Stunden Online-Zugang  Mehr dazu

Bewertung

Wertung: 5 von 5 Sternen
2 Stimmen
KONSUMENT-Probe-Abo