KONSUMENT.AT - ING-Rückzug aus Österreich: FAQ - Was Sie beachten müssen

ING-Rückzug aus Österreich: FAQ

Keine Panik

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KONSUMENT 5/2021 veröffentlicht: 29.04.2021, aktualisiert: 14.07.2021

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Kunden der Direktbank fragen sich: „Wie geht’s jetzt weiter?“ Eines vorweg: Hektik ist kein guter Berater. Hier die Antworten auf die aktuell brennendsten Fragen.

AKTUALISIERUNG (13.7.2021): Die Bank99 (eine Tochter der Post) übernimmt in Österreich das Privatkundengeschäft der ING.


In einem ersten Schritt sind es die Sparkunden, die von der ING vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Was müssen sie beachten?

Rund 430.000 Kunden, die außer einer Tagesgeldeinlage keine weiteren Produkte der ING in Anspruch nehmen, erhalten im Lauf des Monats April ein Kündigungsschreiben von der Bank. Ab diesem Zeitpunkt beginnt eine zweimonatige Kündigungsfrist zu laufen. Heißt: Im Lauf des Monats Juni werden die Konten aufgelöst (eine Fristverlängerung gibt es laut ING auch im Einzelfall nicht). Sofern keine anderslautende Benachrichtigung der ING erfolgt, werden die Sparguthaben dann auf das angegebene Referenzkonto überwiesen und ein Abschluss-Kontoauszug wird verschickt. Dieser muss gegebenenfalls bei der neuen Bank als Herkunftsnachweis des Geldes vorgewiesen werden (aufheben!).

Was passiert mit den Einlagen, wenn das Referenzkonto nicht korrekt hinterlegt ist?

Überprüfen Sie unbedingt, ob das Referenzkonto, das mit dem ING-Sparkonto verknüpft ist (in der Regel ein Girokonto bei der Hausbank), korrekt hinterlegt ist. Andernfalls verbleibt das Guthaben zinslos bis zur Klärung bei der ING. Dafür fallen Verwahrgebühren an, deren konkrete Höhe noch nicht bekannt gegeben wurde! Die Daten können gegebenenfalls direkt im Onlinebanking, mit der App bzw. via ing.at/upload (Auftrag: „Referenzkontoänderung“) geändert werden. Wohlgemerkt: Wer sein Geld schon jetzt auf ein anderes Sparkonto transferieren möchte, kann dies natürlich jederzeit bei der ING in Auftrag geben.

Sind die Einlagen sicher?

Es sind keine Anzeichen erkennbar, dass dem nicht so wäre. Die Bank ist nicht in Schieflage. Angesichts des allgemeinen Zinsumfeldes mit bereits seit Jahren mickrigen Zinsen sind Spareinlagen für Banken schon länger ein Verlustgeschäft. Insofern hat die ING wohl bewusst die Entscheidung getroffen, sich aus dem Privatkundengeschäft zurückzuziehen. Über die ganz konkreten Hintergründe können wir aber natürlich nur spekulieren. Der Rückzug ist insofern bitter, als die Onlinebanken-Landschaft in Österreich schon jetzt überschaubar ist. Weniger Konkurrenz heißt in der Regel: weniger attraktive Angebote für die Kunden der verbleibenden Player am Markt.

Was tun mit den Spareinlagen?

Angesichts des bereits erwähnten Niedrigzinsumfeldes sind reine Sparer keine allzu willkommenen Kunden bei Banken. Es könnte schwer werden, ein halbwegs interessantes Angebot zu ergattern. Beobachten Sie die Marktlage, bei uns auf www.konsument.at/sparzinsen .

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