Erdäpfel

Tolle Knolle

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KONSUMENT 2/2018 veröffentlicht: 25.01.2018

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Erdäpfel stammen ursprünglich aus den Anden und gelangten gegen Ende des 16. Jahrhunderts nach Europa. Erst als Zier- und Gartenpflanzen geschätzt, zählen sie heute zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln.

Weltweit gibt es einige Tausend Kartoffel­sorten. Im Sortenkatalog der EU sind derzeit über 1.500 eingetragen, im österreichischen Katalog über 40 Sorten registriert. Angebaut und vermehrt werden aber wesentlich mehr. Das österreichische Hauptanbau­gebiet für Erdäpfel ist Nieder­österreich. Für 100 Kilogramm Kartoffeln bekommen die Bauern im Schnitt zwischen 22 und 25 Euro, also 0,22 bis 0,25 Euro pro Kilogramm. Die Kunden zahlen für ein Kilogramm Erdäpfel im Handel – je nachdem, wo sie einkaufen – zwischen 1,00 und 1,50 Euro. Für Bio-Ware und besondere Sorten wird natürlich mehr verlangt.

Eine Knolle, viele Eigenschaften

Die Kartoffelsorten unterscheiden sich in ihrem Stärkegehalt und ihren Kocheigenschaften. Sie reifen zu verschiedenen Zeiten – in Österreich von Anfang Juni bis Ende Oktober. Je nach Sorte haben sie unterschiedliche Formen und Farben und werden als Stärke-, Verarbeitungs- oder Speise­kartoffeln verwendet.

  • Stärkekartoffeln dienen zur Produk­tion von Kartoffelstärke, die im Haushalt als Speisestärke bzw. Kartoffelmehl zum Kochen und Backen verwendet wird.
  • Verarbeitungskartoffeln werden in der Lebensmittelindustrie zu Pommes frites, Chips, Püree oder Knödeln ver­arbeitet.
  • Speisekartoffeln sind jene, die in ­vielen Haushalten täglich auf den Tisch kommen. Es gibt sie in verschiedenen ­Farben, ­sowohl was die Schale als auch was das Fleisch betrifft, das weißlich, gelb, rosa, rot bis hin zu blau und schwarz sein kann. In den Geschäften gibt es mit ­wenigen Ausnahmen nur gelbschalige Erdäpfel zu kaufen. Nur vereinzelt ­werden auch seltenere Sorten angeboten. Für alle Kartoffeln gilt: Qualitativ gute, frische Erdäpfel sind prall, fest, sauber und ­trocken.

Von fest bis mehlig

Auch wenn viele von uns die Unterscheidung von Erdäpfeln in Speckige und Meh­lige noch bestens in Erinnerung haben: Die Einteilung nach den Kocheigenschaften in mehlige, festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffelsorten ist schon ­jahrzehntealt. Welcher Typ im Einkaufskorb landen soll, hängt in erster Linie vom Speise­plan ab. Denn wenn die Sorte nicht passt, zerfällt der Erdäpfelsalat und das Kartoffelpüree schmeckt wie Kleister.

Sorte und Kochtyp zählen zu den Pflicht­angaben auf Kartoffelpackungen. Um das genaue Lesen der Packungsaufschrift bzw. des Etiketts kommt man also nicht einmal beim Erdäpfelkauf herum.

 

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