Süßkartoffeln

Fragen und Antworten zur süßen Knolle

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KONSUMENT 9/2018 veröffentlicht: 30.08.2018

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Wer Erdäpfel satthat, sollte einmal Süßkartoffeln versuchen.

Haben Süßkartoffeln etwas mit unseren Erdäpfeln zu tun?

Auch wenn sie ähnlich aussehen – sie sind nur entfernt miteinander verwandt. Erdäpfel sind Nachtschattengewächse, die auch kühlere Temperaturen gut aushalten. Die Süßkartoffeln dagegen gehören zu den Windengewächsen (Convolvulaceae). Sie gedeihen dort am besten, wo es warm und sonnig ist. In der Rangliste der weltweit wichtigsten Nahrungsmittel stehen sie nach Reis, Weizen, Mais und Maniok an fünfter Stelle. In den Tropen und Subtropen ist die Süßkartoffel (Ipomoea batatas – daher auch Batate genannt) ein Grundnahrungsmittel. Wissenswertes rund um die Süßkartoffel! (Bild: Tiger Images/shutterstock.com)

Welche Teile der Pflanze werden verwendet?

Bei uns kommen nur die fleischigen Wurzelstöcke, die sich zu kartoffelartigen Knollen verdicken, zum Einsatz. Die Sortenvielfalt dieser Wurzelknollen ist enorm: Das Fruchtfleisch kann hellgelb bis tieforange sein, die Schale braunrot bis dunkelviolett. Die Form reicht von kugelrund bis langgezogen und spindelförmig (meist spitz zulaufend).

Was steckt in Süßkartoffeln und wie schmecken sie?

Wie die meisten Gemüse enthalten auch Bataten wenig Eiweiß und kaum Fett, dafür aber viele Mineralstoffe und Vitamine. Verglichen mit Erdäpfeln stecken in Süßkartoffeln mehr Ballaststoffe sowie etwas mehr Kalzium, Magnesium und Eisen. Auch die Anteile von Betacarotin und Provitamin A, das für die orangegelbe Farbe sorgt, sind höher. Dasselbe gilt für Vitamin C und Vitamin E. Da Süßkartoffeln mehr Kohlenhydrate enthalten als Kartoffeln, liefern sie auch mehr Energie: 108 kcal pro 100 g (Bataten) gegenüber 68 kcal pro 100 g (Erdäpfel). Süßkartoffeln haben einen aromatisch-süßlichen Geschmack, der zwischen Karotte und Kürbis liegt.

Ist Oxalsäure ein Problem?

Ja, je nach Sorte enthalten Süßkartoffeln viel Oxalsäure. Diese Säure verschlechtert die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen wie Kalzium und Magnesium. Vor allem Menschen, die an Nierenerkrankungen leiden oder zu Nierensteinen neigen, verzichten besser auf Süßkartoffeln und andere oxalreiche Lebensmittel wie etwa Rhabarber. Für alle übrigen gilt: Der Oxalsäuregehalt lässt sich deutlich senken, wenn man Süßkartoffeln kocht und das Kochwasser anschließend nicht weiterverwendet, sondern wegschüttet.

Wann kommen Süßkartoffeln auf den Markt?

Bataten werden mittlerweile ganzjährig vermarktet. Weltweit werden jährlich rund 100 Mio. Tonnen Süßkartoffeln angebaut. Größter Produzent ist China. Bedeutende Importländer für uns sind die USA, Ägypten, Israel, aber auch Spanien und Portugal. In den USA werden Bataten etwa Anfang Oktober geerntet und dann in klimatisierten Räumen bis zu zwölf Monate gelagert. Hauptangebotszeit für Süßkartoffeln sind in Österreich die Sommermonate.

 

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