Erdäpfel-Kennzeichnung: vorwiegend ärgerlich

Kommentar von Elisabeth Spanlang

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KONSUMENT 2/2018 veröffentlicht: 25.02.2017

Inhalt

In vielen Lebensmitteln und Getränken versteckt sich unnötigerweise Zucker - selbst in einer Flasche Vöslauer Blance. Diese gibt es zwar seit neuestem auch zuckerreduziert, aber was hat Zucker überhaupt in Mineralwasser oder Zitrusfruchtkonzentrat verloren? - Ein "Aufgespießt" von KONSUMENT-Redakteurin Elisabeth Spanlang.

KONSUMENT-Redakteurin Elisabeth Spanlang (Bild: A.Thörisch/VKI)

In KONSUMENT 6/2018 berichteten wir über versteckten Zucker in Lebensmitteln. Selbst in einem Mineralwasser mit Geschmack wie dem Vöslauer Balance Wacholder Limette (750 ml) fanden wir gezählte 8 Stück Würfelzucker. Das hat sich geändert. Vöslauer Balance mit Wacholder Limette enthält jetzt statt der bisherigen 34 Gramm Zucker etwas über 20 Gramm. Umgerechnet sind das aktuell 5 Stück Würfelzucker und damit 3 Stück weniger als früher. Ausgelobt wird das auf der neu gestalteten Flasche mit einem grün-weißen Aufkleber und der Aufschrift: „Deutlich zuckerreduziert. 30 % weniger.“ Freut uns, dass sich in Sachen Zucker etwas bewegt. Aber ehrlich: So supertoll, wie Vöslauer tut, ist die Reduktion nun auch nicht ausgefallen.

Da geht noch mehr!

Abgesehen davon stellt sich nach wie vor die Frage: Was bitte hat Zucker in einem mit Zitrusfruchtkonzentrat und Gewürzextrakt aufgepeppten Mineralwasser verloren? Eine 750-ml-Flasche Vöslauer Balance ist schnell getrunken. An heißen Tagen ziemlich sicher auch zwei. Und damit rauschen so nebenbei 2 mal 5, also 10 Stück Würfelzucker einfach so die Kehle hinunter, ohne dass man es groß bemerkt. Die Wahrheit ist: Zucker sollte man überhaupt nicht trinken. Und wenn schon, dann nur ein kleines Glas Limo, Fruchtsaft & Co als Ersatz für andere Süßigkeiten. Das gilt auch für aufgezuckerte Wässerchen mit Geschmack.

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