Lampen: richtig leuchten

Welche Lampe für welchen Zweck?

Seite 4 von 4

veröffentlicht: 07.04.2016

Inhalt

Fachbegriffe zur Beleuchtung

Ausstrahlungswinkel: siehe Halbwertswinkel

Candela: Eine gewöhnliche Haushaltskerze hat eine Lichtstärke von etwa 1 Candela (cd). Daher rührt auch der Name der Einheit (lateinisch Candela = Kerze). Früher war häufig von "xx-kerzigen" Glühlampen die Rede. Eine hundertkerzige Leuchte entsprach etwa einer 18 W-Glühlampe.
Heute ist der Begriff der Lichtstärke bzw. Candela für Spotlampen bedeutsam: Gemessen wird nicht das gesamte, in alle Richtungen abgestrahlte Licht, sondern nur der Anteil, den die Lampe innerhalb eines bestimmten Winkels abgibt. 1 Candela entspricht 1 Lumen pro Raumwinkel.

Energieeffizienz: siehe Lichtausbeute

Farbtemperatur: Die Farbe des Lichts wird über die Farbtemperatur, ausgedrückt in Kelvin (K), angegeben. Im Haushaltsbereich wird warmweißes Licht mit rötlichem Farbton (2600 bis 3200 K) bevorzugt. Lampen mit hoher Kelvinzahl (über 5000) entsprechen dem Tageslicht, das Licht wird allerdings als kühl empfunden; Bezeichnung: kaltweiß. Es ist bläulich und wird gerne in Büros genutzt. Eine Kelvinzahl zwischen den beiden Extremen wird als neutralweiß bezeichnet.

Farbwiedergabe: Die Qualität der Farbwiedergabe wird mit dem Farbwiedergabeindex Ra angegeben, oft auch englisch: CRI für Color Rendering Index. Den Maximalwert von 100 erreichen nur Glühlampen und Halogenglühlampen. Mit einem Ra-Wert von über 90 kommen manche LEDs dem Höchstwert schon ziemlich nahe. Die Hersteller geben meist nur den Mittelwert aus 8 Indizes an; aussagekräftiger ist ein Mittelwert aus 15 Indizes, der in unseren Tests ermittelt wird. Hier wird auch die wichtige Rotlicht-Wiedergabe ermittelt – ist sie schlecht (was für viele Energiesparlampen zutrifft), wirkt beispielsweise rohes Fleisch mattgrau.

Halbwertswinkel: Ausstrahlungswinkel (vornehmlich einer Spotlampe), der jenen Bereich anzeigt, in dem mindestens 50 Prozent der maximalen Lichtstärke (in der Mitte des Lichtkegels) ausgestrahlt werden. Dieser Wert wird leider nur selten angegeben. Bei Spots ist ein kleiner Lichtkegel durchaus erwünscht, doch bei normalen Lampen erwartet sich der Verbraucher eine Rundum-Ausleuchtung (360 Grad), wie er es von der Glühbirne gewohnt war. LEDs erreichen allerdings oft nicht einmal 200 Grad.

Kelvin: siehe Farbtemperatur

Lebensdauer: Von LEDs wird behauptet, dass sie jahrzehntelang halten. Doch das ist ein Spitzenwert. Eine LED kann auch schon nach kurzer Zeit defekt werden. Vorsicht vor Angaben auf der Verpackung: Die müssen nur die mittlere Lebensdauer angeben – das ist jene Zeit, nach der 50 Prozent der Lampen aus einer Stichprobe noch 70 Prozent des Anfangslichtstroms aufweisen müssen. Das bedeutet: Jede zweite LED erreicht die angegebene Betriebsdauer gar nicht.
In unseren Tests gelten Lampen, die weniger als 80 Prozent des deklarierten Lichtstroms schaffen, bereits als ausgefallen. Man spricht hier von der Nutz-Lebensdauer – im Unterschied zur Lebensdauer im engeren Sinn, die die Zeit bis zum Totalausfall angibt.

LED: LED ist die Abkürzung für Licht-emittierende Diode. Eine Diode ist ein Halbleiter-Bauelement; fließt Strom durch, strahlt die Diode Licht ab. Ursprünglich nur als Leuchtanzeige verwendet, kann sie mittlerweile selbst für Bühnenbeleuchtungen o.Ä. eingesetzt werden.

Lichtausbeute: Die Lichtausbeute wird als Lichtstrom pro Leistung ausgedrückt, also Lumen pro Watt. LEDs sind fünf- bis achtmal energieeffizienter als klassische Glühbirnen und drei- bis viermal effizienter als Halogenlampen. Dementsprechend groß sind die Einsparmöglichkeiten bei den Stromkosten, wenn man herkömmliche Lampen ersetzt.

Lumen: Der Lichtstrom (Maßeinheit: Lumen, lm) gibt die Gesamtmenge an sichtbarem Licht an, das eine Lampe produziert. Die Lumenzahl ist der bessere Wert für die Helligkeit einer Lampe als die Wattzahl. Letztere gibt an, wie viel Energie eine Lampe verbraucht. Bei gleicher Lichtmenge ist der Verbrauch je nach Lampenart sehr unterschiedlich. Beispiel: Eine 40-Watt-Glühbirne kommt auf etwa 470 Lumen, das entspricht ca. 27 Watt für Halogen-Lampen bzw. 6 bis 7 Watt für LED-Lampen.

Lux: Lux (Beleuchtungsstärke, lx) bemisst den Lichtstrom, der auf einer bestimmten Fläche auftrifft. 1 Lux = 1 Lumen/m2.

Nutz-Lebensdauer: siehe Lebensdauer

Schaltfestigkeit: Häufiges Auf- und Abdrehen kann die Lebensdauer einer Lampe stark verkürzen. Vor allem in Stiegenhäusern oder Nebenräumen, wo es unter Umständen zu Dutzenden Schaltvorgängen am Tag kommen kann, ist eine hohe Schaltfestigkeit wichtig, was leider auch bei Markenprodukten nicht immer selbstverständlich ist. Auf den Verpackungen ist manchmal die Anzahl der Schaltzyklen angegeben, die die Lampe (laut Hersteller) überstehen sollte. Gute LEDs schaffen 100.000, mitunter auch 300.000 Schaltzyklen.

Bewertung

Wertung: 4 von 5 Sternen
24 Stimmen

Kommentare

  • LED 3000 K
    von Lechinger am 01.07.2017 um 20:08
    dassLicht kozzt einenan die meisten Leuchten sind NICHT austauschbar man wirft eigentlich bei einer leuchte die 300 -400 € Kosttet die Designerlampe auf den Elecktronikschrott was soll dieses (Abmontieren Neukaufen Neumontieren ????!!! welch schwachsinn )Allte Leuchten kann man mit mit E 27 er Fassunngen vesehen denn es sind LED am Markt die hineinpassen !!! und gutes Licht geben.Man braucht nicht den Schrott der Anbieter nachgeben und Sich das kaufen das einen zusagt ausgenommen !! Leuchtmittel nicht austauschbar !! Sie werfen oft 350,00 bis 580,00 € in den Kübel 73/55 Goffie
KONSUMENT-Probe-Abo