Billa Birnen

Zwei Mal aus Italien statt aus Österreich

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veröffentlicht: 24.05.2016

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Birnen mit widersprüchlichen Herkunftsangaben.

 

Das steht drauf: Kaiser Alexander Birnen, Williams Birnen

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Bei Billa wurden vor einiger Zeit zweierlei Sorten Birnen angeboten. „Da komm‘ ich her! Fruchtig, süße österreichische Kaiser Alexander Birnen aus der Steiermark“, stand auf dem einen Regalschild; „Williams Birnen, Herkunftsland: Österreich“ sowie „A+A“ mit rot-weiß-roter Fahne als Hintergrund war auf dem anderen zu sehen. Doch auf den Packungsetiketten der Früchte war nichts mehr von „Herkunft: Österreich“ zu lesen. Hier war bei beide Birnensorten „Herkunft: Italien“ angegeben.

Reklamation ohne Wirkung

Einer Konsument-Leserin waren diese widersprüchlichen Angaben im Geschäft aufgefallen. Als ihre Reklamation vor Ort längere Zeit keine Wirkung zeigte, schrieb sie uns: „Zwei Sorten Birnen sind als österreichisch angeschrieben, obwohl sie aus Italien sind. Trotz Reklamation und der Auskunft, dass es zu dieser Jahreszeit keine österreichischen Birnen gibt, schafft es niemand, diese Auszeichnung zu ändern. Die Mitarbeiter berufen sich auf die Infos von der Zentrale. Drei Wochen und niemand kann sich das merken?“ Die Konsumentin schickte uns Fotos von den Regalschildern und den Etiketten mit. Auf einem Regalschild für Rispentomaten war ihr ein weiterer grober Patzer aufgefallen. Hier stand „Herkunftsland: Vogerlsalat 100 g“.

Packungsaufschrift genau lesen

Wir baten Rewe um Stellungnahme. Dort entschuldigte man sich einmal mehr für die falschen Auszeichnungen (siehe z.B. unsere Berichte über Paprika Tricolore vom Sommer 2015  und April 2016 ) und veranlasste die Korrektur der Fehler. Verärgerte Konsumenten informieren uns immer wieder über widersprüchliche Herkunftsangaben bei Supermarktware. Wer genau wissen will, woher frisches Obst stammt, nimmt sich beim Einkauf besser Zeit zum Lesen der Packungsaufschriften.

Ursprungsland muss angegeben sein

Denn bei frischem Obst und Gemüse muss das Ursprungsland auf der Packung angegeben sein. Nur bestimmte Obst- und Gemüsearten (z.B. Früh- und Speisekartoffeln, frische Bananen, Oliven, Zuckermais, Kokosnüsse, Paranüsse oder Datteln) sind von dieser Regelung ausgenommen. Bei verarbeitetem Obst und Gemüse (z.B. Konserven oder Tiefkühlprodukten) muss das Ursprungsland ebenfalls nicht deklariert sein.

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Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo