Billa Paprika Tricolore

Aus Spanien statt aus Österreich

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KONSUMENT 6/2016 veröffentlicht: 28.04.2016

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: widersprüchlich deklarierte Paprika aus Spanien.

 

Das steht drauf: Paprika Tricolore

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

In der Gemüseabteilung einer Billa-Filiale wurden in Klarsichthüllen verpackte Paprika Tricolore angeboten. Auf dem Regalschild stand „Paprika Tricolore“, und gleich darunter war eine rot-weiß-rote Fahne mit der Aufschrift A+A zu sehen. Mit A+A sind bei Rewe jene Produkte gekennzeichnet, deren Wertschöpfung zu 100 Prozent in Österreich erfolgt. Zusätzlich stand noch „Herkunftsland: Österreich“ auf dem Schild. Preisfrage: Woher, wenn nicht aus Österreich, sollten diese Paprika also stammen? Die Antwort: Eben nicht aus Österreich, sondern aus Spanien. 

Wiederholte Unachtsamkeit

Das entdeckte aber nur, wer auch das Etikett auf der Klarsichthülle der Paprika las. Hier waren die Paprika Tricolore nämlich als „Paprika Mix, Ursprung Spanien“ deklariert. Bedauerlicherweise sei es hier zu einer Unachtsamkeit gekommen; der Fehler sei natürlich umgehend behoben worden, erklärte Rewe auf unsere Bitte um Stellungnahme. Diese Erklärung kommt uns irgendwie spanisch vor. Denn im Sommer 2015 waren uns schon einmal angeblich österreichische Paprika aufgefallen, die in Wahrheit aus den Niederlanden stammten. Bei aller Sorgfalt und allem Bemühen seien „Fehler leider nie ganz auszuschließen“, ließ Rewe uns damals wissen. Es klappt offenbar nicht so richtig mit den Bemühungen… 

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Kommentare

  • Es wird Bewusst gemacht
    von 156469 am 20.06.2016 um 15:55
    Da braucht man keine Beispiele nennen es läuft vermutlich überall so ab in unseren Läden nur der wachsame Kunde merkt es
  • Das ist inzwischen leider schon vollkommen normal geworden
    von Termi am 14.06.2016 um 13:32
    Nicht nur beim Billa, auch in anderen Geschäften finde ich immer wieder Ware im Regal, die nicht zum ausgehängten Preisschild passt. Aktuelles Beispiel von meinem Einkauf gestern beim Spar: Beim Kühlregal stand auf dem Preisschild "Rinderfaschiertes, 500g, €3,49 (Kilopreis €6,98). Da ich im Kühlregal aber nur Packungen mit einem Gewicht von 350g fand, zu denen kein passendes Preisschild ersichtlich war, fragte ich die Verkäuferin, wieviel denn die 350g Packung kosten würde. Ihre Antwort, nachdem sie das Produkt mit dem Scanner ausgelesen hatte, war: €3,49. D.h. der Konsument kauft zwar (wenn er nicht aufpasst) zum (ausgeschriebenen) Preis von €3,49 - erhält aber dafür nur 350g anstatt 500g, wodurch sich logischerweise auch der Kilopreis erhöht. Manchmal frage ich mich schon, ob diese falschen Preisauszeichnungen System haben (dazu kommen sie mir inzwischen einfach schon zu oft unter) und ob damit unaufmerksame Konsumenten bewusst getäuscht werden sollen.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo