Feldbacher Zwieback

In Deutschland hergestellt

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KONSUMENT 3/2018 veröffentlicht: 18.01.2018

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Feldbacher Zwieback, der bei Merkur und Spar falsch, nämlich als österreichisches bzw. steirisches Produkt deklariert wurde.

 

Das steht drauf: Feldbacher Zwieback

Gekauft bei: Merkur, Spar

Das ist das Problem

Zwieback ist laut Wikipedia ein brotähnliches Feingebäck, das in Scheiben geschnitten und geröstet wird, bis es trocken und mürbe ist. Zwieback hält lange, kann solo oder mit Aufstrich gegessen werden und eignet sich als Zutat für süße wie auch für pikante Gerichte.

Kennzeichnungsfehler am Regalschild

Ein KONSUMENT-Leser hatte bei Merkur eine Packung Feldbacher Zwieback erstanden. Er war davon überzeugt, dass dieser Zwieback ein österreichisches Produkt sei. Schließlich war am Regalschild gleich neben dem Preis eine rot-weiß-rote Fahne mit einem A aufgedruckt. Doch auf der Rückseite der Packung entdeckte er dann in kleiner Schrift den Hinweis „hergestellt in Deutschland“. Rewe erklärte auf unsere Nachfrage, dass der Fehler am Regalschild in der betreffenden Filiale bereits behoben sei.

Doch wir entdeckten später in einer weiteren Merkur-Filiale ein Regalschild für Feldbacher Zwieback mit rot-weiß-roter Flagge. Und eine KONSUMENT-Leserin machte uns darauf aufmerksam, dass Feldbacher Zwieback mit der Packungsaufschrift „hergestellt in Deutschland“ bei Spar am Regal als Produkt aus der Steiermark angepriesen wurde.

Produktion seit März 2017 in Deutschland

Feldbacher Zwieback wurde ursprünglich tatsächlich in der Steiermark erzeugt. In der „Ersten Österreichischen Dampfbäckerei“ wurde ab 1922 Feldbacher Zuckerzwieback und ab 1935 Feldbacher Zwieback produziert. Die Markenrechte für Feldbacher Zwieback gingen später an den Chips- und Solettiproduzenten Kelly, 1997 wurden sie an Bahlsen Austria abgegeben. Pressemeldungen im März 2017 war aber bereits zu entnehmen, dass der Zwieback der Marke Feldbacher künftig im deutschen Brandt-Werk in Ohrdruf (Thüringen) produziert werde. Nur dumm, dass die Regalschilder in den Supermärkten Monate später noch immer nicht an die aktuellen Gegebenheiten angepasst waren!

Bei verarbeiteten Produkten ist die Angabe des Ursprungslandes bzw. Herstellungsortes nicht vorgeschrieben. Auf der Packung müssen der Name oder die Firma und die Anschrift des verantwortlichen Lebensmittelunternehmers stehen. Das kann der Produzent, der Verarbeiter oder der Verkäufer sein, unter dessen Name das Lebensmittel vermarktet wird. Hersteller können den Herstellungsort bzw. die Herkunft der Rohstoffe aber freiwillig angeben. 
 

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Kommentare

  • Mogelpackung
    von danchris am 23.01.2018 um 21:01
    Abgesehen von der falschen Deklaration in den Supermärkten finde ich, daß das Problem der "Irreführung" schon bei der Verpackung anfängt, indem eine rot-weiß-rote Banderole auf einen Österreich-Bezug schließen lässt, der offenbar nicht mehr gegeben ist.
Bild: Das KONSUMENT-Geschenk-Abo