Inzersdorfer Rindsgulasch

Woher stammt das Fleisch?

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veröffentlicht: 30.01.2018

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Rindsgulasch von Inzersdorfer, bei dem die Herkunft der Hauptzutat allenfalls auf Nachfrage zu erfahren ist.

 

Das steht drauf: Inzersdorfer Rindsgulasch

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhhältlich

Das ist das Problem

Von der Marke Inzersdorfer gibt es Rindsgulasch in der Dose. Auf dem Etikett ist vor rot-weiß-rotem Hintergrund "in Österreich hergestellt" aufgedruckt. "Kommt das Fleisch auch aus Österreich?" und "Muss das nicht auf der Packung stehen?", wollte eine Kundin von uns wissen, nachdem sie auf der Dose vergeblich die entsprechende Angabe gesucht hatte.

Kennzeichnung noch nicht klar geregelt

Bei unverarbeitetem Rindfleisch muss angegeben sein, wo das Tier geboren, gemästet, geschlachtet und zerlegt wurde. Sind Geburt, Mast und Schlachtung in einem Land erfolgt, reicht die Angabe "Herkunft: …". Bei bearbeitetem Rindfleisch besteht bislang keine Pflicht zur Herkunftskennzeichnung.

Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung sieht zwar vor, dass bei bestimmten Lebensmitteln auch der Ursprungs- bzw. Herkunftsort der Hauptzutat angegeben sein muss, sofern dieser nicht mit dem angegebenen Ursprungs- bzw. Herkunftsort des Lebensmittels ident ist, diese Bestimmung ist aber derzeit noch nicht in Kraft.

Vorrangig aus Österreich

Und woher stammt nun das Fleisch für das Inzersdorfer Rindsgulasch tatsächlich? Wir fragten bei Maresi nach (die Marke Inzersdorfer gehört zu diesem Unternehmen). Das Rindfleisch werde vorrangig in Österreich, bei Engpässen in der EU eingekauft, das Produkt in einem österreichischen Lebensmittelverarbeitungsbetrieb hergestellt, teilte man uns mit. Sobald die neuen Kennzeichnungsvorschriften erlassen seien, werde man sie selbstverständlich umsetzen.

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