KONSUMENT.AT - Kotányi Majoran - Je weniger, desto teurer

Kotányi Majoran

Je weniger, desto teurer

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veröffentlicht: 12.12.2019

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Majoran, der in der kleineren Packung zum Apothekerpreis verkauft wird.

 

Das steht drauf:  Kotányi Majoran 

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Kotányi Majoran gibt es in mehreren Packungsgrößen. Ein Kunde machte sich die Mühe, bei Billa die Grundpreise des Majorans (Preis/kg) nach Packungsgrößen zu vergleichen: Majoran im 50-g-Beutel kostete demnach 2,49 €, der Grundpreis machte 49,80 € aus. Majoran im 5-g-Brief kam auf 1,99 €, der Grundpreis betrug daher 398 €. „Für Majoran im Brief der achtfache Kilopreis bzw. ein Aufschlag von 699 %!“, teilte er uns empört mit. Und: „Interessant auch der Preis im Glas. Hier sind netto 13 g enthalten, es kostet 2,99 €. Möchte ich das Glas mit drei Briefen auffüllen, kostet es dann rund 6 Euro. Ist also doppelt so teuer, als wenn ich das alte Glas wegwerfe und ein neues kaufe, auch nicht sehr umweltfreundlich!“

Hersteller argumentiert mit Verpackung und Logistik

Wir fragten bei Kotány nach. Dort argumentierte man, dass die Briefpackung Majoran 5 g besonders hochwertig hinsichtlich Aufbau der Verpackungsmaterialien sei. Bei der Verarbeitung von 1 kg Majoran entstehe ein Abpackaufwand für rund 200 Briefpackungen. Schon allein aufgrund dieser Stückanzahl sei eine einfache Hochrechnung des Gewichtes einer Packung auf den Kilopreis der Rohware nicht tatsachengerecht, da obendrein sämtliche Kosten der Weiterverarbeitung, Qualitätssicherung und Abpackung unberücksichtigt blieben.

Fast 700 Prozent Preisaufschlag

Wir können schon nachvollziehen, dass der Verpackungsaufwand und die weitere Logistik bei kleineren Packungseinheiten höher sind als bei größeren. Fast 700 % Preisaufschlag sind unserer Ansicht nach aber trotzdem nicht gerechtfertigt.

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