Milka Peanut Caramel

276 statt 300 Gramm

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veröffentlicht: 08.11.2016

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: die Packung Milka Peanut Caramel hat die gleiche Größe, aber eine geringere Füllmenge als die Packungen anderer Milka-Schokoladen.

 

Das steht drauf: Milka Peanut Caramel

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Milka preist die Schokoladesorte Peanut Caramel im Internet in höchsten Tönen an. "Milka Peanut Caramel überrascht mit einer Füllung aus knackigen Erdnüssen, cremigem Karamell, zarter Milka Alpenmilchschokolade und einer Extra-Schicht aus Knusper-Reis und Erdnussstückchen", heißt es auf der Milka-Homepage.

276 statt 300 Gramm

Eine Konsument-Leserin kaufte eine Tafel Peanut Caramel, las die Packungsaufschrift, öffnete die Packung und war gleich in mehrerer Hinsicht überrascht – aber leider nicht angenehm. Milka bietet verschiedene Schokoladesorten in 300-g-Tafeln an. Die Tafel Milka Peanut Caramel sei ebenso groß wie diese 300-g-Tafeln, enthalte aber nur 276 g Schokolade, schrieb sie uns. Obendrein seien in der Packung Peanuts Caramel nur mehr acht Rippen mit je drei Stück Schokolade drin, früher wären es neun Rippen mit je vier Stück Schokolade gewesen.

Volumen konstant

Wir baten den Lebensmittelkonzern Mondelez um Stellungnahme: Die Anzahl der Rippen und Stücke sei verringert, die einzelnen Schokoladenstücke größer geworden, "um den vollen Genuss und ein intensives Geschmackserlebnis zu verstärken", erklärte das Unternehmen. Und: Die unterschiedliche Grammatur verschiedener Sorten ergebe sich durch die jeweiligen Zutaten, da das Volumen immer konstant gehalten werde. Ach so.

Hergestellt in Bulgarien

Bei Milka Peanut Caramel gibt es aber noch etliches anderes zu kritisieren: Vorne auf der Packung ist eine Milchkanne abgebildet, um die "100 % Alpenmilch Schokolade" herum geschrieben ist. Weiters wird darauf hingewiesen, dass sich Mondelez für erneuerbare Energie einsetzt und Förderer des Nationalparks Hohe Tauern ist. Das lässt doch annehmen, dass die Schokolade in Österreich erzeugt wird, oder?

Fehlanzeige! Ackert man die Packungsaufschrift komplett durch, entdeckt man auf der Rückseite, rechts unten, in kleiner Schrift die Angabe "Hergestellt in Bulgarien". Eine weit gereiste Schokolade also.

Milchpulver statt Vollmilch

Und trotz der Auslobung 100 % Alpenmilch Schokolade mitsamt abgebildeter Milchkanne ist in dieser Schokolade keine Vollmilch verarbeitet, sondern lediglich Milchpulver und Butterreinfett.

Rechtlich gibt es daran nichts auszusetzen. Bei der Schokoladeherstellung wird in der Regel keine Milch, sondern Milchpulver verwendet. Es ist zudem zulässig, Magermilch zu verwenden und Butterfett zuzusetzen, um den gewünschten Fettanteil zu erzielen.

Wir meinen allerdings: Bei Produkten, die keine Milch enthalten, sollte auch nicht mit Milch und Milchkannen geworben werden.

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