KONSUMENT.AT - Sanibel Vega Vital Feine Klare Suppe - Reaktion der Firma Sanibel

Sanibel Vega Vital Feine Klare Suppe

Mit Geschmacksverstärker

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veröffentlicht: 23.01.2018

Inhalt

Reaktion der Firma Sanibel

Was Sanibel zur Verwirrung stiftenden Kennzeichnung der Vega Vital Feinen Klaren Suppe sagt.  

Zuckerfrei: Wir verwenden in unseren Produkten keinen Haushaltszucker. Der in den Zutaten angegebene Zucker kommt aus dem Gemüseanteil, vor allem den Karotten. Nun ist es so, dass in fast allen Gemüsen und auch in vielen anderen Zutaten Zucker vorkommt. Aus diesem Grund wurde ein Grenzwert festgelegt. Dieser Grenzwert liegt bei 0,5 mg pro 100 ml Suppe. Alles, was unter diesem Grenzwert liegt, gilt als zuckerfrei. Wie sie unserer Nährwerttabelle entnehmen, sind wir mit 0,1 mg pro 100 ml Suppe weit unter diesem Grenzwert bzw. bei einem Fünftel des erlaubten Grenzwertes.

Hier möchten wir anmerken, dass Karamellsirup nicht nur süßt, sondern einen bitteren Geschmack hat. Er wird also aus geschmacklichen Gründen hinzugefügt. Ähnliches gilt für Maltodextrin, welches eigentlich gar keinen Eigengeschmack hat.

Geschmacksverstärker: Es handelt sich um einen Geschmacksverstärker und zwar Mononatriumglutamat aus der Melasse von Zuckerrüben. Dinatriuminosinat und Dinatriumguanylat sind keine eigenen Zutaten, sondern Bestandteil des Mononatriumglutamats.

Glutamat selbst ist das Natriumsalz der Glutaminsäure, eine der rund 20 Aminosäuren. Die Glutaminsäure erfüllt eine wichtige Rolle im Körper. Zum einen als Neurotransmitter, um die Kommunikation der Nervenzellen zu ermöglichen, zum anderen dient es der Energiegewinnung in den Mitochondrien.
Ein Mensch hat durchschnittlich 10 bis 25 g freies Glutamat und rund 2 kg gebundenes Glutamat in Form von Proteinen, im Körper.

Was viele nicht wissen ist, dass Glutamat ein natürlich vorkommender Bestandteil fast aller Lebensmittel ist. Auch das allererste Lebensmittel, die Muttermilch, ist eine wahre Glutamatbombe. Fleisch, Fisch und vor allem Tomaten und Parmesan enthalten hohe Anteile an Glutamat. Nun muss man auch wissen, dass Glutamat den sogenannten fünften Geschmack repräsentiert. Man nennt ihn Umami, was auf Japanisch so viel wie köstlich bedeutet. Nach süß, sauer, salzig und bitter schmeckt Glutamat ganz eigen, es wird als harmonisch, herzhaft, fleischig beschrieben. Auch die Aussage, dass Glutamat mit hochwertigen Gewürzen ersetzt werden kann, ist absolut falsch. Der Geschmack von Glutamat ist sehr angenehm und einzigartig.

Es ist also ein großer Unterschied, ob man Glutamat in Form eines Gewürzes, also selbst dosierbar, zu sich nimmt, oder ob mit Glutamat minderwertige Fertigprodukte schmackhaft gemacht werden. Letzteres hat vor allem zum schlechten Ruf von Glutamat beigetragen. Weiters hat das Glutamat als Auslöser des „China-Restaurant Syndroms“ viel schlechte Presse erzeugt. Dies gilt aber mittlerweile als widerlegt und falsch.

Glutamat ist eines, wenn nicht das meistuntersuchte Lebensmittel der Welt. In keiner einzigen der tausenden Blind- und auch Doppelblindstudien konnte Glutamat als Auslöser von diesen Beschwerden nachgewiesen werden. Ganz im Gegenteil: Glutamat ist ein wichtiger und hilfreicher Bestandteil der Nahrung.

Wir sind keine Verfechter von Glutamat bzw. Geschmacksverstärkern, ganz im Gegenteil: Hefeextrakt z.B. würden wir niemals verarbeiten und auch keine Produkte mit diesem Inhaltsstoff anbieten. Hefeextrakt wandelt sich im Körper in Purin um und verursacht durch die Harnsäure Gicht oder begünstigt Herzinfarkte. Hefeextrakt enthält aber auch Glutamat. Daher empfinden wir es als Schwindel, wenn man schreibt „keine Geschmacksverstärker“, das Produkt aber Hefeextrakt enthält.

Maltodextrin: Leitet sich von Maltose und Dextrose ab. Maltose (= Malzzucker) ist das Dimer zweier Glucose-Moleküle, während Dextrose (= Glucose = Traubenzucker) ein Monomer darstellt. Maltodextrin ist kaum süß und beinahe geschmacksneutral. Da es wasserlöslich ist, wird es in der Diätetik eingesetzt, um Mahlzeiten mit Kohlenhydraten anzureichern.
Zusätzlich wird es in unseren Produkten bzw. in der Lebensmittelindustrie verwendet:

  • als Füllstoff und Verdickungsmittel,
  • als Fettaustauschstoff in energiereduzierten Lebensmitteln,
  • als Hauptenergieträger in medizinischer Trink- und Sondennahrung (enterale Ernährung),
  • als leicht verfügbarer Kohlenhydratbestandteil von Sportnahrung und -getränken,
  • zur Vermeidung unerwünschter Beigeschmäcker (Fehl-Aromen, Off-Flavours),
  • als Trägersubstanz für empfindliche oder flüchtige Stoffe wie Aromen, Vitamine oder Gewürze.

Abschließend möchten wir gerne noch erwähnen, dass auch wir nicht mit allen Auslobungen einverstanden sind. Leider wird uns dies aber vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Es wäre mit ein paar kleinen Erweiterungen bzw. Änderungen möglich, die Konsumenten wesentlich besser zu informieren. Warum dies nicht gewünscht ist… können wir als kleine Firma nur erahnen.“

SANIBEL GMBH
11. 12. 2017

Wir meinen: Die vielen „Frei von … “-Auslobungen sind nicht informativ, sondern schlichtweg verwirrend. 
 

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