Schär Penne

Viel Karton für wenig Inhalt

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veröffentlicht: 28.03.2017

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein Karton glutenfreie Penne, der mehr Teigwaren verheißt als tatsächlich drin sind.

 

Das steht drauf: Schär Penne

Gekauft bei: Martin Reformstark, 1030 Wien

Das ist das Problem

Gluten ist ein Klebereiweiß, das in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Triticale, Dinkel, Grünkern, Kamut, Einkorn und Emmer vorkommt. Bei Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) schädigt dieses Klebereiweiß die Dünndarmschleimhaut. Wer an Zöliakie leidet, darf daher keine glutenhältigen Lebensmittel zu sich nehmen. 

Glutenfreie Produkte werden von verschiedenen Unternehmen erzeugt. So auch von Dr. Schär. Eine Konsument-Leserin hatte eine Packung Schär glutenfreie Penne gekauft, aufgemacht und sich gleich darauf gewaltig geärgert: Der Karton war nur äußerst mickrig mit Teigwaren gefüllt. Das war aber trotz Sichtfenster auf der Packung von außen nicht zu erkennen. Um zu sehen, wie wenig Produkt hier drin steckt, muss man den Karton erst umdrehen und auf den Kopf stellen. Dann bleibt das Sichtfenster nämlich leer. 

Große Verpackung täuscht

Die Kundin fotografierte die geöffnete Packung, schickte uns das Bild und schrieb uns:    

„Anbei ein Foto von einer 500 g Packung glutenfreie Nudeln von Schär: Ich war richtiggehend schockiert über diese Dreistigkeit, die wahrscheinlich – wie so oft – mit technischen Vorgaben begründet wird. Es handelt sich übrigens tatsächlich um 500 g Nudeln, was ich angesichts der Füllhöhe zunächst in Zweifel zog und daher mittels Waage überprüfte. Natürlich kann man als Konsument lesen und dadurch erkennen, dass sich lediglich 500 g in der Packung befinden. Dennoch komme ich nicht umhin, zu vermuten, dass der Eindruck erweckt werden soll, dass man eine größere Menge der ohnehin kostspieligeren Nudeln erwirbt, als es tatsächlich der Fall ist.“

Verpackung nicht beanstandet?

Wir baten Dr. Schär um Stellungnahme. Dort war man sich keiner Schuld bewusst. Die Verpackung sei seit vielen Jahren in dieser Form unbeanstandet am Markt, teilte uns das Unternehmen mit.

Das stimmt so nicht. Zumindest wir kritisierten bereits einmal ein Schär-Produkt wegen seiner übergroßen Verpackung ( Capelli DAngelo ). Damals blieb unsere Bitte um Stellungnahme übrigens unbeantwortet.

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