Schmankerlbox Jausenspeck geschnitten

Rosa verpackt

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veröffentlicht: 12.12.2017

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Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Jausenspeck in getönter Verpackung. 

 

Das steht drauf: Schmankerlbox Jausenspeck geschnitten

Gekauft bei: Penny

Das ist das Problem

Speck und Wurst werden natürlich auch „mit den Augen“ gekauft. Schmankerlbox Jausenspeck geschnitten steckt in einer Klarsichtpackung. Die Speckscheiben sind darin gut zu sehen. Sie scheinen eine kräftige Farbe zu haben und sehen ausgesprochen appetitlich aus.

Eingefärbte Klarsichpackung

Eine Kundin kaufte eine Packung. Sie machte sie zu Hause voll Vorfreude auf eine deftige Jause auf – und staunte nicht schlecht. Denn jetzt konnte sie erkennen, dass die Verpackungsfolie rosa getönt war. Der Speck wirkte dadurch bei ungeöffneter Packung farbintensiver, als er tatsächlich war.

Auf der Packungsrückseite fand sie dann einen entsprechenden Hinweis: „Verpackungsfolie ist eingefärbt. Produktfarbe kann abweichen“, stand dort. „Ich frage mich, wozu das gut sein soll? Ist der Hersteller so wenig von seinem Produkt überzeugt, dass er potenzielle Konsumenten täuschen muss?“, wollte sie von uns wissen, als sie uns auf das Produkt aufmerksam machte.

Technologische Notwendigkeit?

Die leicht rosa eingefärbte Folie sei bei diesem Produkt eingesetzt worden, um eine Vergrauung und damit einhergehende Qualitätsminderung des Artikels zu vermeiden, teilte uns Rewe auf unsere Bitte um Stellungnahmen mit. Durch den verstärkten Einsatz von Lichtröhren in den Verkaufsvitrinen könne es zu unerwünschten Verfärbungen bei aufgeschnittenen Fleisch- und Wurstwaren kommen. 

Ist die Verwendung getönter Verpackungsfolie technologisch notwendig, muss darauf auf der Verpackung deutlich lesbar hingewiesen werden. Bei Schmankerlbox Jausenspeck geschnitten könnte diese Information wohl in wesentlich größeren Lettern und gleich vorn auf der Verpackung aufgedruckt sein!

Getönte Verpackung nicht verbraucherfreundlich

Im Übrigen sind wir der Ansicht, dass getönte Verpackungsfolien grundsätzlich nicht verbraucherfreundlich sind. Auch dann nicht, wenn auf der Verpackung auf die Tönung hingewiesen wird. 
„Der durch die ungeöffnete Verpackung vermittelte Eindruck der Ware entspricht nicht ihrer tatsächlichen Beschaffenheit“, stellten beispielsweise die Gutachter bei unserem letzten Extrawurst-Test (KONSUMENT 5/2017) zu Produkten fest, die in Verpackungen mit rosa Sichtfenster steckten. Dem ist nichts hinzuzufügen.

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