Veganz Yellow Patty Kürbis-Süßkartoffel

Wirklich vegan?

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veröffentlicht: 06.12.2016

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Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: ein als „vegan“ angepriesener Bratling auf Basis von Kürbis und Süßkartoffel, in dem möglicherweise auch kleine Mengen Milch und Ei drin sein können.

 

Das steht drauf: Veganz Yellow Patty Kürbis-Süßkartoffel

Gekauft bei: Interspar

Das ist das Problem

Veganz Yellow Patty Kürbis-Süßkartoffel ist ein vorgegarter Bratling aus Gemüse mit Kürbis und Süßkartoffel als Hauptzutaten. Seine Zubereitung ist einfach: in einer Pfanne mit Öl etwa fünf Minuten braten, bis er leicht knusprig ist  – fertig.

Vegan oder doch nicht?

Der Bratling ist auf der Verpackung als „vegan“ gekennzeichnet. Also sollte er ausschließlich aus pflanzlichen Zutaten erzeugt sein. Oder? Das hatte jedenfalls eine KONSUMENT-Leserin angenommen, als sie Veganz Yellow Patty kaufte. Doch aus der Packungsaufschrift ging etwas anderes hervor. Enttäuscht schrieb sie uns: „Da ich mich seit einiger Zeit vegan ernähre, habe ich mir von Veganz das Kürbis-Süßkartoffel Patty gekauft. Das Produkt ist als ,vegan‘ ausgelobt. Im Kleingedruckten liest man jedoch: ,Kann Spuren von Milch, Ei und Lupine enthalten‘.

Hersteller sichern sich ab

Ich möchte in meinem als ,vegan‘ ausgelobten Produkt keine Spuren von Milch oder Ei haben!“
Allergien können sowohl durch pflanzliche Lebensmittel als auch durch solche tierischen Ursprungs ausgelöst werden. Der Hinweis „kann Spuren von … enthalten“ bezieht sich auf Allergene, die unbeabsichtigt (z.B. durch Verunreinigungen) in ein Lebensmittel gelangen. Er erfolgt auf freiwilliger Basis und dient den Herstellern zur Absicherung.

Restmengen von Zutaten

Betriebe stellen üblicherweise mehrere Produkte her. Von den Produktionsanlagen können trotz gründlicher Reinigung eventuell kleinste Restmengen von Zutaten in Erzeugnisse gelangen, die diese Zutaten normalerweise nicht enthalten. Hinweise auf Spuren allergener Lebensmittel sind für Allergiker (bzw. auch für Veganer) aber nicht immer hilfreich, weil Hersteller Produkte mitunter mit umfangreichen Listen aller möglichen Allergenspuren kennzeichnen.

Neue Analysemethoden

Dadurch wird aber die Produktauswahl für Allergiker und Veganer unnötig eingeschränkt.
Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung arbeitet an der Entwicklung von Analysemethoden zum sicheren Nachweis von Spuren unerwünschter Lebensmittel in Produkten. Wenn das gelingt, wird der Hinweis „kann Spuren von … enthalten“ in Zukunft hoffentlich nicht mehr so häufig auf den Etiketten auftauchen.

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